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Zur inneren Balance finden mit Atem und Klang

Tönen, Summen und Singen kann Körper, Seele und Geist in Einklang bringen und stressverursachende Emotionen regulieren. Angst verfliegt und wandelt sich in Zuversicht, Wut wird zu Mut, Trauer darf sich ausdrücken. Wir können die Luft mittels unserer Stimme zum „Beben und Schweben“ bringen. Doch oft ist unsere Stimme verstopft wie ein Gitarrenbauch, in den ein Handtuch gesteckt wurde. Sie klingt nicht.

 

Hier eine Atem- und Stimmübung aus dem ganzheitlichen Stimmtraining, um wieder in Balance und in Resonanz mit sich selbst und anderen zu kommen:

  • Bewege und strecke deinen ganzen Körper in alle Richtungen. Achte darauf, insbesondere Kopf, Kiefer, Schultern und Becken zu lockern.
  • Dabei zu seufzen, zu gähnen oder mit Lauten zu malen (Kauderwelsch), entspannt die Gesichts- und Atemmuskeln und macht Spaß.
  • Stelle dich nun hüftbreit und mit leicht gebeugten Knien hin oder sitze mit geradem Rücken auf einem Stuhl.

 

Du kannst diese Übung auch im Liegen vor dem Schlafen anwenden.

  • Beobachte eine Zeitlang deinen Atem, wie er kühl beim Einatmen und warm beim Ausatmen durch deine Nase fließt und wie sich dein Körper beim Einatmen ausdehnt und beim Ausatmen zusammenzieht.
  • Atme in deiner Vorstellung in deinen Beckenraum. Beim Ausatmen töne sanft und langgedehnt auf HUUUUUH. Wiederhole das 3x oder mehr.  
  • Atme in deinen Bauchraum: HOOOH
  • Atme in den Brustraum: HAAAH
  • Atme in den Halsraum- HEEEH
  • Atme in den Kopfraum- HIIIH
  • Töne auf MÜÜÜH mit der Vorstellung, dass sich Himmel und Erde durch deinen Körper hindurch verbinden und alle Restspannung in die Erde abfließt.

Lege deine Hände auf deine verschiedenen Körperregionen, um das Vibrieren zu erspüren. Vielleicht braucht es etwas Übung, bis du dich wirklich als Klang- und Resonanzkörper erfährst. Gib nicht auf, das ist ein sehr beglückendes Gefühl.

Spüre, wie stark deine Stimme in den verschiedenen Regionen vibriert. Wo nimmst du eine Vibration besser wahr? Fühlt sich das wie eine innere Massage an, die Verspannungen auflöst, erfrischt und belebt?

Ändert sich die Tonhöhe, wenn du den Ort der Konzentration wechselst? Experimentiere mit dem Klang, werde lauter, leiser, moduliere ihn. Falls Bilder und Emotionen auftauchen, lasse zu, dass sie den Ton verändern. Er darf zittern, schief sein. Mach einfach weiter, bis du dich im Einklang mit dem Raum in dir und um dich  herum fühlst. Schließe die Übung ab, indem du wieder nur auf deinen Atem achtest und dich dann mit einem tiefen Seufzer reckst und streckst.

 

Antonia von Fürstenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild zur Meldung: © Linus Nylund auf Unsplash.com

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