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20.09.​2020
12:00 Uhr
WILDE TIERE - Erntedank und Naturzeremonie für Mamas und Kids
Endlich mal was für Mamas mit Kids! Zum keltischen Jahreskreisfest Mahon – der ... [mehr]
 
24.09.​2020
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„Impulse“- Netzwerkstammtisch mit Maja Weingart
Impuls: Maja Weingart Eine neue Reihe für Netzwerkmitglieder und solche die es werden wollen mit ... [mehr]
 
25.09.​2020
Fasten-Wanderwochen mit Grit Gottschling
Wohl-Fühl-Wochenende im Spreewald Pension zum „Holzpantoffelmacher“ 25.09. - ... [mehr]
 
30.09.​2020
19:30 Uhr
WILD MOON - Frauenkreis zur VOLLmondin
Wir reisen mit der Magie der Mondin und erobern und feiern die Kraft der verschiedenen ... [mehr]
 
02.10.​2020
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Mit Konflikten konstruktiv umgehen: Einblicke in die Gewaltfreie Kommunikation
Vortrag von Dr. Anja Peleikis Oft entsteht aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit ein großer ... [mehr]
 
07.10.​2020
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WildWiseWoman - Frauenkreis Zyklus SELBSTWERT und URVERTRAUEN 5 Termine
Ladies, dies ist die Gruppe für Dich, wenn Du Lust hast auf Leben im Fluss, auf ... [mehr]
 
12.10.​2020
09:00 Uhr
Clown 1 - Courage to Be - Autumn School 2020
bis 16.10.2020. "Courage” entstammt dem Wort ”cor” (Herz). Wenn wir an unseren inneren Clown ... [mehr]
 
05.11.​2020
19:00 Uhr
„Impulse“- Netzwerkstammtisch mit Julia Berger
Eine neue Reihe für Netzwerkmitglieder und solche die es werden wollen. - Ein glückliches Leben ... [mehr]
 
05.12.​2020
14:00 Uhr
Netzwerk- Treffen in der Etage 3
von 14-17 Uhr. (abends Konzert) Wir werden gemeinsam forschen, Miteinander statt Konkurrenz ... [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

Inhalt

Sie suchen Impulse für Immunsystem, Psyche und Geist? Entdecken Sie nach und nach einfache Bewegungsübungen, Heilpflanzen für starke Nerven, wirksame Tipps für Ernährung, mentale Gesundheit und Meditation.

 

An dieser Stelle entstehen die interdisziplinären Potsdamer Impulse mit hilfreichen Maßnahmen zur Stärkung Ihres Immunsystems, Psyche und damit Ihrer Gesundheit insgesamt. Die ersten Kapitel enthalten Infos zu Bewegungsübungen, Maßnahmen zur Reinigung, Heilpflanzen, Ernährung und mentale Gesundheit und Meditation. Das fünfte Kapitel mit dem Schwerpunkt  " Herz - und was vom Herzen kommt" folgt Ende August.

 

September-Impuls: Herz und Kreislauf - Let it Flow

28 Wasser – Quell des Lebens -  2. Teil
29 Use it or lose it - ein gesundes Herz-Kreislaufsystem dank Bewegung
30 Heilende Nahrungsmittel für Herz und Kreislauf
31 Heilpflanzen für das Herz-Kreislauf-System
32 Schutz-Zone Herz
33 Das goldene Herz - neue Kraft und Lebensfreude
34 Let it flow - unser Herz-Kreislauf

 

August-Impuls: Darm - und was wir integrieren
22 Darm gut - alles gut
23 Die Bauchmassage - hochwirksam und Wellness pur

24 Ruhe finden in der Corona-Zeit

25 Heilende Nahrungsmittel für den Darm
26 Darm mit Hirn

27 Der Darm - Mitte des Körpers

 

Juli-Impuls:  Magen - und was uns auf den Magen schlägt

17 Kau dich gesund - Zeit zum gründlichen Durchbeißen
18 Heilende Nahrungsmittel für den Magen
19 Den Magen stärken mit Heilpflanzen
20 Emotionale Verdauung
21 Meine Intuition, mein Bauchgefühl

 

Juni-Impuls: Herz, Gesundheit und Wohlbefinden
11 Durch die Krise mit Hirn und Herz
12 Gesunde Bewegung in bewegten Zeiten
13 Heilpflanzen für das Herz
14 Heilende Nahrungsmittel
15 Wasser, Quell des Lebens
16 Zeit sich selbst Nähe zu schenken

 

Mai-Impuls: In Zeiten der Veränderung

 4  Mut zur Veränderung
 5  Ruhe oder Bewegung
 6  Reinigen und Wohlfühlen
 7  Heilpflanzen für starke Nerven
 8  Heilende Nahrungsmittel
 9  Kühler Kopf in Krisenzeiten
10 Der Weg der Seerose

 

>>>alle lesen
(Blog: Die aktuellsten Texte stehen oben.)


Danach folgen:

Kapitel   5:  Herz - und was vom Herzen kommt

Kapitel   6:  Leber/ Galle

Kapitel   7:  Nieren, Harnwege
Kapitel   8:  Atemwege
Kapitel   9:  Haut
Kapitel  10:  Nervensystem
Kapitel  11:  Bewegungsapparat

 

 

Hier können Sie schon das
 

Redaktion

Miriam Großhennig    
Andreas Fiedler
V.i.S.d.P. Lydia Poppe
Netzwerk für ganzheitliche Gesundheit
14482 Potsdam
0331-2731575

www.ganzheitlich-gesund-potsdam.de

 

>>>weiterlesen

Foto zur Meldung: Inhalt
Foto: © pixabay.com / Lydia Poppe

Let it flow - unser Herz-Kreislauf

Herz-/ Kreislauferkrankungen sind mit Abstand die weltweit häufigste Todesursache. Etwa jedes dritte Menschenleben endet vorzeitig durch kardio-vaskuläre Probleme. Da lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen, womit wir es im ganzheitlichen Sinne zu tun haben.
 

Die These: Je freier alles fließen kann, umso gesünder sind wir. Je starrer die Gefäße, je enger das Herz, umso mehr steuert das System auf den Kollaps zu. Genauso wie der Straßenverkehr an bestimmten Punkten ins Stocken gerät und kollabiert, hat auch unser Herz-Kreislauf-System kritische Grenzen.

Nehmen wir an, der gesunde Kreislauf steht für das pulsierende und frei fließende Leben. Dieses basiert auf dem Prinzip von Rhythmus und Schwingung. Einatmen – ausatmen ist eine rhythmische Schwingung, Expansion – Kontraktion - so wie das Blut mit dem Herzschlag in den Gefäßen pulsiert. Das irdische Leben existiert immer in diesen Polaritäten und für uns geht es darum, möglichst das ganze Spektrum auszuschöpfen.

Wie frei schwingen wir also mit dem Pendel des Lebens? Leisten wir Widerstand, machen uns eng, stemmen uns gegen den Fluss des Lebens oder weichen ihm aus?

Konkreter: Benutzen wir unseren Körper wofür er entworfen ist, nämlich sich zu bewegen, zu gehen, zu laufen und zu tanzen? Oder sitzen wir die meiste Zeit des Tages auf Stühlen und lassen uns von Hilfsmitteln fortbewegen? Unterstützen wir den Blutfluss durch gutes Wasser und eine natürliche Ernährung mit einem hohen Wassergehalt?

Wie beweglich ist unser Geist? Lassen wir ihn frei, lernen kontinuierlich und bleiben offen für Neues. Wie sehr versuchen wir Kontrolle über das Leben auszuüben, uns abzusichern? Wie starr halten wir an unseren Bewertungen und Verurteilungen fest?
Wie frei schwingen unsere Gefühle? Wie sehr darf sich unser Herz ausdehnen? Halten wir unsere Gefühle in Zaum, spalten sie ab oder betäuben uns, leben in Angst und andauernder Anspannung? Oft haben wir unbewusst einen Modus Vivendi etabliert, uns auf einem schmalen Korridor der Lebendigkeit eingerichtet, der uns auf einem gewissen Niveau funktionieren lässt. Manchmal ist auch eine traumatische Erfahrung in unserem System wie eingefroren und hält eine muskuläre Spannung. Es gibt viele Faktoren, die hier auf komplexe Weise zusammenwirken.

Fangen wir doch bei den einfachen Dingen an.
Suchen wir Tiefenentspannung zum Beispiel bei einer Massage oder Meditation, trinken 1,5 -2 Liter Wasser, bewegen uns in der Natur, lassen unseren Gefühlen Raum zu sein und die Tränen fließen.

Diese und weitere Wohltaten für unseren Lebens-Kreislauf sind nicht nur etwas für‘s Wochenende oder den Urlaub. Rhythmus und Flow in den Alltag integriert lässt uns gesünder und länger leben.

 

Andreas Fiedler

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Foto: Andreas Fiedler

Das goldene Herz - neue Kraft und Lebensfreude

Es hat seinen Grund, dass für die aufrichtige Liebe und die Reinheit des Herzens - ganz modern - ein goldenes Herz-Emoji steht.

Im Ayurveda ist unser Herz nicht nur ein Organ, sondern auch der Sitz unserer Seele, der Ursprung all unserer Emotionen wie Freude, Glück und Liebe, gleichzeitig auch Traurigkeit und Frustration. In der traditionellen Chinesischen Medizin ist es entsprechend, hier bietet  das Herz dem "Geist" Raum.

Gold - als Metall und Farbe wirkt auf diesen besonderen Bereich harmonisierend, beruhigend und entspannend.

 

Es gibt eine schöne Farb-Übung, die uns seelisch in aufreibenden Zeiten neue Kraft und Lebensfreude geben kann und uns in Zeiten, in denen wir aufgeregt und unruhig sind, sicher erdet.

Sie können sitzen oder auch auf dem Rücken liegen. Lassen Sie in ihrer Vorstellungskraft am Horizont eine leichte goldene Wolke entstehen und langsam auf sich zukommen. Lassen Sie sich allmählich und sacht ganz von dieser goldenen Wolke umhüllen und nehmen Sie die Kraft dieses Schutzes mit in den Alltag. Vielleicht reichen schon 10 Minuten dieser Imagination für mehr innere Ruhe und vielleicht können Sie sich in der nächsten stressigen Situation diese goldene Wolke in Erinnerung rufen. Schauen Sie, ob sich dabei Ihr Herzschlag von alleine etwas beruhigt.

 

Zieht es Sie intuitiv zu goldenem Schmuck oder Kleiderstoffen, dann hören Sie auf sich und stehen Sie zu Ihrem Gefühl. Auch wenn Gold nicht zu ihren „Best of“ Farben gehört, sollten Sie es tragen. Ihr Herz wird wissen, warum. Freuen Sie sich an der schützenden Kraft des Goldes!

 

Dagmar Köpnick-Welzel

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Foto: © pixabay.com

Schutz-Zone Herz

Unser physisches Herz ist ein lebenswichtiges Organ, das den Durchschnittsmenschen verlässlich 60 bis 90 Mal in der Minute mit dem entscheidenden Impuls versorgt - bis zu drei Milliarden Mal im Laufe eines Lebens. Aber nicht nur als Blutpumpe ist unser Herz Dreh- und Angelpunkt für das Leben. Im übertragenen Sinne wird dem Herz seit Urzeiten der Sitz und Ursprung unserer Gefühle zugeordnet. Vom Herzen geht die Liebe aus. Ein Herz kann aufgehen, überfließen, jemandem zufliegen, singen, hüpfen und vor Freude fast aus der Brust springen. Doch genauso kann es auch bangen, zittern, unendlich schmerzen, brechen, weggeschlossen werden und versteinern. Wurde unser Herz zu oft verletzt, schließen wir es gern zum Schutz und zur Heilung eine Weile weg, bevor wir wieder bereit sind, es zu verschenken. Doch manchmal verselbständigen sich die Mauern, die man zum Schutz um sein Herz gebaut hat. Sie werden dann nicht nur für den Partner unüberwindlich, sondern das Herz selber kommt aus seinem schützenden Gefängnis nicht mehr raus. Selbst wenn man lieben und vertrauen will - man kann nicht. Als Konsequenz daraus geht man gar keine neuen Beziehungen mehr ein oder hält den vorhandenen Partner emotional unverbindlich auf Abstand. Das ist nicht nur für potenziell liebende Partner eine Qual, sondern auch für den Besitzer des eingekerkerten Herzens selbst.

 

Was tut man nun, wenn man so verletzt wurde, dass man sich nicht mehr in das Abenteuer Liebe traut? Dass Herzschmerz seine Zeit zum Heilen braucht, ist klar und sei auch jedem zugestanden. Doch wenn mehrere Jahre vergehen, in denen man sich nicht auf eine neue Liebe einlassen kann, selbst wenn man sogar will, entsteht eine unschöne Spirale aus Frustration, Angst und Selbstaggression. Spätestens dann ist es an der Zeit, sich den eigenen Schutzmechanismen bewusst zuzuwenden.

 

Zu diesem Zweck schlage ich gern eine Meditations-Aufgabe vor.

Dafür gehst du in die Stille und stellst dir möglichst bildhaft deine inneren Schutzmauern vor. Das können ganz „alte“ Bilder sein von einer dicken Backsteinmauer, oder auch ganz moderne von Stahltresoren. Das Bild sollte sich jedoch richtig anfühlen, also wirklich meinen, wie du dich innerlich fühlst. Dann beginnst du, den Mauern zu danken. Sie haben dir durch eine wichtige Zeit geholfen, als das Herz noch zu schwach war, um allein zu bestehen. Sie haben dich gestärkt und dir Halt gegeben, damit die Zeit seine Arbeit tun konnte, das Herz zu heilen. Nachdem du den Schutzmächten in dir ausreichend Respekt gezollt hast, entlässt du sie liebevoll aus deinen Diensten, mit den Worten „Ich danke euch, dass ihr mich so gut geschützt habt, doch jetzt habe ich euch nicht mehr nötig. Die Gefahr ist vorüber, ich kann mich wieder frei bewegen. Ihr dürft jetzt gehen, bis ich euch wieder brauche.“

 

Diese Übung sollte über einen längeren Zeitraum täglich wiederholt werden. Eine dicke Mauer „gehen zu lassen“ ist nicht mit einem Mal getan. Gleichzeit ist es wichtig, sein Herz daran zu erinnern, dass es emotional gesehen zum Lieben da ist - ohne Liebe ist es seiner emotionalen Funktion enthoben. Natürlich kann man sein Leben ohne Liebe leben. Aber: Was ist ein Leben ohne Liebe? Deswegen können wir immer wieder zurückfinden in die Stärke der Liebe. Wie beim glücklichen Ende des Märchens vom Froschkönig: "Heinrich, der Wagen bricht!“ „Nein, mein Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als Ihr in dem Brunnen saßt, als ein Frosch Ihr ward.“

 

Julia Berger   

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Foto: © pixabay.com

Heilpflanzen für das Herz-Kreislauf-System

Um  Körper, Organe und Zellen mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, bedarf es eines Zirkulationssystems, das mit Hilfe des Herzens Blut bis zu den kleinsten Kapillaren führt. Für die Zirkulation des Blutes sorgt der Blutdruck mit jedem Herzschlag. Die Gefäße sind unsere Lebensadern mit dem Herzen als Motor, das das Blut in den arteriellen (vom Herzen wegführenden) Blutkreislauf pumpt und über das venöse System wieder „entgegennimmt“. Um eine reibungslose Durchblutung und damit Versorgung zu garantieren, braucht es neben einem gesunden Herzschlag geschmeidige Gefäße und straffe Venen.          
                                                                                                 
Bei akuten Erkrankungen wie z.B. einem grippalen Infekt oder anderen entzündlichen Symptomen ist dieses System in mehrfacher Weise herausgefordert. Der Stoffaustausch arbeitet auf Hochtouren, die Körpertemperatur wird hochgefahren, um die eingedrungenen Keime zu bekämpfen, im Blut selbst werden Antikörper, Fresszellen, Blutkörperchen usw. gebildet. Der Kreislauf arbeitet somit im Akkord. Daher ist es neben der (naturheilkundlichen) Therapie sehr wichtig, Herz und Kreislauf im Falle einer solchen akuten Erkrankung zu schonen und (Bett-)Ruhe einzuhalten.

In der Therapie von Herz- Kreislaufbeschwerden und Gefäßveränderungen kommen Heilpflanzen in vielfältiger Weise zur Anwendung.
Bei niedrigem Blutdruck empfiehlt sich die Einnahme von Rosmarin, Mate, Ginseng und Taigawurzel, sowie  Brennnessel (bei Eisenmangel) und Präparaten mit Kampfer.
Rosskastanie, Steinklee und Mäusedorn fördern den Rücktransport zum Herzen und stabilisieren die venösen Gefäße.
Bei Neigung zu hohem Blutdruck haben sich Bärlauch, Weißdorn und Herzgespann bewährt. Bei Gefäßablagerung kommen Bitterstoffe wie Artischocke, Mariendistelsamen und Kurkuma zum Einsatz.
Arteriell wirksame durchblutungsfördernde Heilpflanzen sind Arnika, Rosmarin, Knoblauch, Schafgabe, Ginko und Buchweizen.

 

Gefäßschutz-Tee:
Mistelkraut 15 g                             
Schachtelhalm 15 g                                     
Artischocke 30g   
Weißdornblätter u. -blüten 20 g    
Ginko10 g                                            
Buchweizen 30g                                                    
Galgant 15 g                                                    
Kurkuma 10g


Herz-Kreislauf-Tee
Arnikablüten 10 g          
Schlüsselblumenblüten 10g                 
Weißdornblätter und -blüten 30g          
Melissenblätter  30g      
Rosmarinblätter 15g                              
Hibiskusblüten 30g
Zur Anwendung empfiehlt sich drei Tassen täglich ungesüßt vor dem Essen, einem Esslöffel pro Tasse zu überbrühen und 20 min zugedeckt ziehen zu lassen. Der Tee kann über einen längeren Zeitraum getrunken werden.

 

Als wichtiges ätherisches Öl für das Herz gilt Palmarosa. Körperlich wirkt Palmarosaöl stärkend auf das Immunsystem und ausgleichend auf das Herz-Kreislauf- und Nervensystem. Es hilft, Stress abzubauen, da es regulierend auf übermäßige Stresshormonproduktion einwirkt. Psychisch wirkt es stimulierend einer Müdigkeit, Lustlosigkeit oder depressiven Verstimmung entgegen.


Bei Unsicherheiten, unklaren und langanhaltenden Beschwerden und zur Sicherung von Diagnosen suchen Sie bitte einen ArztIn oder HeilpraktikerIn auf!


Miriam Großhennig und Stephanie Hustan

Foto zur Meldung: Heilpflanzen für das Herz-Kreislauf-System
Foto: Heilpflanzen für das Herz-Kreislauf-System

Heilende Nahrungsmittel für Herz und Kreislauf

Unsere Gefäße bilden ein ca. 100.000 km langes Transportsystem, das mit dem Blut Nährstoffe und Sauerstoff in die Körperzellen bringt und Stoffwechselprodukte abtransportiert. Mit jedem Herzschlag wird eine Druckwelle erzeugt, durch die das Blut jede kleinste Kapillare erreichen kann. Mit einer vegetarischen und ballaststoffreiche Vollwertkost und Bewegungen können Veränderungen am Herzen als auch Veränderungen an den Gefäßen vorgebeugt und auch oftmals kuriert werden. Viele Nahrungsmittel helfen uns dabei, unsere Gefäße zu schützen und sie geschmeidig und elastisch zu halten.


Lauchölhaltige Lebensmittel (Alliin) wie Zwiebel, Knoblauch und Bärlauch wirken gefäßerweiternd, blutdrucksenkend, blutfettsenkend und lösen sogar bestehende Ablagerungen auf (fibrinolytisch). 50g frische Zwiebeln pro Tag und oder 3-4 g frische Knoblauchzehen bringen schon einen nachweislichen Effekt.


Ballaststoffreiche Gerstenkleie oder Haferkleie und insbesondere Topinambur gehören zu den wichtigsten Blutfettsenkern und sollten in der Ernährung bis zu 50 g pro Tag ausmachen.  
Es gibt wirksame Lebensmittel, die den Blutdruck senken. Allen voran sollen hier der Sellerie (2 Stangen pro Tag roh um bis zu 14%) und der Granatapfel (senkt insbesondere den oberen Wert um bis zu 20%) genannt werden.


Auch ungesättigten Fettsäuren  und Omega-3-Fettsäuren  senken deutlich einen zu hohen Blutdruck und reduzieren Erkrankungen an den Gefäßen. Fügen Sie ihren Speisen einige Teelöffel Sesam- und Olivenöl hinzu und vergessen Sie dabei nicht die viel gepriesenen Walnüsse.

Sekundäre Pflanzenfarbstoffe (Polyphenole) wirken als starke Antioxidantien (die Sauerstoffradikale unschädlich machen und damit Ablagerungen und Schädigungen an den Gefäßen abwenden können). Rote Früchte und Gemüse, wie Tomaten und Rotkohl, sollten unbedingt auf den Speiseplan.

 

Knoblauch- Zitronen- Kur -  Die Gefäßputzer

5 (Bio-Zitronen)
2 Knoblauchknollen
1l Wasser
Kurkuma, Ingwer,
Pfeffer nach Belieben

Zitronen waschen und ungeschält vierteln. Knoblauchzehen schälen und mit der Zitrone und ein wenig Wasser im Mixer zerkleinern. Mischung mit 1 l Wasser erhitzen und kurz aufkochen lassen. Anschließend den Saft durch ein Sieb in eine Schüssel geben und  mit einem Trichter in eine Flasche füllen und  im Kühlschrank lagern. Empfohlen wird, zwei bis drei Wochen lang täglich ein Schnapsglas davon zu trinken.
Die Wirkung kann verstärkt werden, wenn beim Kochen des Saftes noch Kurkuma, Ingwer und schwarzer Pfeffer beigefügt werden.

 

Bei Unsicherheiten, unklaren und langanhaltenden Beschwerden und zur Sicherung von Diagnosen suchen Sie bitte eine Ärztin, Arzt oder Heilpraktiker*in auf!


Stephanie Hustan

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Foto: © pixabay.com

Use it or lose it - ein gesundes Herz-Kreislaufsystem dank Bewegung

Die erstaunliche Wirkung von Bewegung konnte ich gerade letzte Woche wieder in einem Feldenkraiskurs erleben. Ziel war es, die Flexibilität von Hüfte, Knie und Lendenwirbelsäule zu verbessern. Wir haben zunächst getestet, wie gut wir in die Hocke gehen können -  oder auch nicht. Es war noch relativ früh am Morgen, so dass mir schwindelig wurde und ich langsam machen musste. Als nächstes setzten wir uns und bewegten die Hüften, dann beugten wir die Knie und schließlich lockerten wir die Waden. All das Biegen, Ziehen und Dehnen ließ meinen Kreislauf auf Touren kommen. Und als wir die Hocke erneut testeten, war sie nicht nur fast perfekt und viel bequemer, ich konnte auch schnell und ohne Schwindel absitzen und wieder aufstehen.

 

Einer der bedeutsamsten Vorteile von Bewegung ist die Herzgesundheit. Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen weltweit mehr Todesfälle als jeder andere Faktor. Die Verbesserung der Herz-Kreislauf-Funktion wirkt sich also sowohl auf die Qualität als auch die Quantität unseres Lebens aus.

Was sind die Gründe dafür?

 

Das Herz folgt dem Use-it-or-lose-it-Prinzip aller Muskeln. Bewegung und Anstrengung fordern das Herz, und ein Herz, das regelmäßig belastet wird, ist größer, stärker und effizienter.
Wer häufiger Sport treibt oder auch nur regelmäßig längere Wege zu Fuß geht, wird einen niedrigeren Ruhepuls und Blutdruck haben. Ein trainiertes Herz kann den Kreislauf mit weniger Aufwand in Gang halten. Eine trainierte Körpermuskulatur spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für ein vitales Kreislaufsystem. Ein gutes Zusammenspiel zwischen Herz, Gefäßen und Muskulatur erhöht die Aufnahmebereitschaft von Sauerstoff und Nährstoffen und die Abgabe von Abfallprodukten wie CO² aus dem Gewebe. Elastischere Gefäße erzeugen weniger Widerstand. Dies entlastet den ganzen Organismus.

 

Anhand der Lebensgewohnheiten lässt sich leicht festzustellen, wer länger gesund bleibt. So wie das Rauchen Herz und Kreislauf beeinträchtigt, belasten langes Sitzen, ungesunde Ernährung und Übergewicht das Herz. Manche sagen sogar Sitzen sei das neue Rauchen ...

 

Regelmäßige Bewegung und gemäßigter Ausdauersport stärken das Herz und sorgen für bessere Durchblutung und eine vielfältige Vitalisierung des Organismus.


Bewegung ist also das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, die Bedingungen für ein gesundes Herz-Kreislauf-System zu schaffen. Es braucht dafür keine besondere Ausrüstung und: Gehen und Laufen kostet nichts. Sie können es jederzeit und überall tun. Gehen Sie doch zum Beispiel einfach mal die Treppe hoch anstatt den Aufzug zu nehmen. Gehen Sie eine Busstation zu Fuß oder abends nochmal eine Stunde in den Park oder Wald anstatt auf der Couch zu liegen. Wenn Sie sich mehr Struktur wünschen, schließen Sie sich einer Gruppe an oder buchen Sie einen Kurs.

 

Bewegung wirkt sich ganzheitlich positiv auf all unsere Körpersysteme aus, nicht zuletzt auf unseren Verdauungsapparat und das geistige Wohlbefinden.

 

Dr. Moshe Feldenkrais sagte: „Bewegung ist Leben. Ohne Bewegung ist Leben undenkbar.“  Ein Mensch, der sich nicht bewegt, wird kaum gesund bleiben. Wir werden gesünder, wenn wir uns mehr bewegen.

 

Ben Parsons

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Wasser – Quell des Lebens - 2

Ich komme in diesem Kapitel noch einmal zurück zu Pfarrer Kneipp und seinen Güssen (s. Kapitel 2). Sebastian Kneipp hat mit seinen Wasserkuren wahre Geschenke für das Kreislaufsystem hervorgebracht.
 

Auch die kalten Kniegüsse, die Sie in diesem Kapitel kennenlernen können, haben einen positiven Einfluss auf das Kreislauf- und Immunsystem. Sie wirken regulierend bei Stress und können förderlich sein bei Schlafproblemen.
 

Wenn ich unter Stresssituationen leide, laufe ich Gefahr, dass sich meine Perspektive zu einem Tunnelblick verengt, meine Gedanke kreisen unaufhörlich und ich habe Mühe (wenn es mir überhaupt gelingt), zur Ruhe zu kommen.
In solch einem Falle kann es hilfreich sein, einen Kalten Knieguss zu machen, um das Blut, das den Kopf versorgt, der gerade auf Hochtouren läuft, nach unten in die Beine zu lenken.

Der Kopf bekommt damit die Chance, erstmal wieder abzukühlen und zur Ruhe zu finden. Der Körper kann wieder entspannen, das Blut verteilt sich gleichmäßiger im Körper.
Durch den Kältereiz des Gusses kommt es zu einer vertieften Atmung, was den Gasaustausch begünstigt.
Durch das zur Ruhe Kommen kann sich mein Blick wieder weiten und ich kann Zusammenhänge besser erfassen.

 

Kalte Kniegüsse
Indikation:
Steigerung der Stresstoleranz, Immunstärkung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, zur Kreislaufanregung, Muskelkater, Venenbeschwerden, stumpfe Verletzungen.

Nicht bei Frieren, Frösteln oder bei Harnwegsinfekten anwenden.

Material:
•    Gießkanne mit kaltem Leitungswasser (ca. 15°C) oder
•    Duschschlauch mit Gießhandstück
•    Holz- oder Plastikrost / bzw. Duschteppich-Vorlage (verhindert Auskühlen der Füße)
•    dicke Wollsocken

Durchführung:
Die Person setzt sich kippsicher auf ein Handtuch am Badewannenrand und stellt die Füße auf den Holzrost. Den Wasserstrahl vom rechten kleinen Zeh langsam an der Außenseite des Beines bis rückwärts über die Kniekehle führen, handbreit über das Knie hinweg und an der Innenseite des Beines hinabführen. Danach entsprechend das linke Bein von außen nach innen begießen. Nach der Anwendung Wasser von den Füßen abstreifen, aber nicht abtrocknen, sondern Socken über die nassen Füße ziehen.

Zeitaufwand: ca. 3 Minuten
Kurmäßige Anwendung für mindestens 6 Wochen, möglichst täglich

Tipp: Der Knieguss kann morgens zur Kreislaufanregung und abends auch als Einschlafhilfe verabreicht werden.

(aus Naturheilpraxis 3/2016 – Kneipp‘sche Wasserkur von Astrid Süßmuth)

 

Miriam Großhennig

 

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September-Impuls: Herz und Kreislauf - Let it Flow

Wenn Sie Impulse suchen für Herz und Kreislauf, dann entdecken Sie Kneippsche Kniegüsse, eine befreiende Meditation, eine beruhigende Farb-Übung, Heilpflanzen, heilende Nahrungsmittel und geistige Anregungen.

 

27 Wasser – Quell des Lebens -  2. Teil
28 Use it or lose it - ein gesundes Herz-Kreislaufsystem dank Bewegung
29 Heilende Nahrungsmittel für Herz und Kreislauf
30 Heilpflanzen für das Herz-Kreislauf-System
31 Schutz-Zone Herz
32 Das goldene Herz - neue Kraft und Lebensfreude
33 Let it flow - unser Herz-Kreislauf

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Foto: © pixabay.com / Lydia Poppe

Der Darm - Mitte des Körpers

Eine zentrale Stellung innerhalb des Körpers hat der Darm. Seine Funktion ist entscheidend - für oder auch gegen die Gesundheit. Circa 70 bis 80 Prozent des gesamten Lymphgewebes befinden sich entlang des Magen-Darm-Traktes. Neue Analysen lassen darauf schließen, dass wir im Verhältnis 1 zu 1,3 mal mehr Bakterien als Körperzellen besitzen. Daher ist es sicherlich sinnvoll, sich diese Symbiose genauer anzuschauen.

 

Es gibt unterschiedliche Bakterien, die auch verschiedenartige Aufgaben im Darm wahrnehmen. Diese trainieren unser Immunsystem und übernehmen protektive Aufgaben gegenüber pathogen Keimen. Sie unterstützen unsere Darmperistaltik und sorgen für ein leicht saures Milieu im Dickdarm. Des Weiteren säubern sie auch unseren Darm und sind an der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten mitbeteiligt. Sicherlich erfüllen sie auch noch viele weitere Aufgaben, welche nach und nach entdeckt werden.

 

Bei den vielfältigen Aufgaben sollten wir uns gut mit unseren Mitbewohnern stellen. Denn viele Darmprobleme treten zunächst still und lautlos auf, ohne dass man eine Ursache im Zusammenhang mit dem Darm vermuten würde. Allergien und Hauterkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis, Psoriasis und Ekzeme stehen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Darmgesundheit in Verbindung, aber auch diverse Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel die Hashimoto-Erkrankung. In einem eindeutigen Zusammenhang mit dem Darm stehen Durchfall, Verstopfungen, Divertikel und Hämorrhoiden.

 

Aber was ist zu tun, wenn der Darm nicht das tut, was er soll? Mal schnell ein paar Probiotika aus der Apotheke besorgen und hoffen, es wird schon klappen? Dies kann gut gehen, muss es aber nicht. Um den vielfältigen Ursachen näher auf den Grund zu gehen, wäre es empfehlenswert, einen professionellen Therapeuten aufzusuchen, der eine laborgestützte Analyse durchführen kann.

 

Eine solche Laboranalyse kann diverse Parameter umfassen wie zum Beispiel verschiedene Funktionsgruppen von aeroben und anaeroben Bakterien, Stuhl-pH-Wert, Bauchspeicheldrüsenenzyme, Gallensäure, Pilzen und Hefen, Entzündungsfaktoren, Sickerdarm-Analysen, Schleimhautimmunität und Histamingehalt.

 

Im Besonderen ist der Sickerdarm (das Leaky Gut-Syndrom) zu erwähnen, welcher vielfältige Probleme auslösen kann. Beim Leaky Gut ist die Schleimhautintegrität nicht mehr gegeben. Dies hat zur Folge, dass zu viele Nahrungsmittelproteine und bakterielle Zellmembranbestandteile die Darmschleimhaut durchdringen, so dass das Immunsystem verstärkt reagieren muss. Das Immunsystem hat in der Regel zwei Entscheidungen zu treffen. Eine Immunantwort führt dazu, dass das Immunsystem tätig wird z.B. gegenüber pathogenen Keimen oder Pollen. Die Immuntoleranz lässt das Immunsystem tolerant gegenüber Allergenen reagieren.

 

Auch übermäßig viel Histamin ruft eine Entzündung hervor und verursacht u.a. allergische Reaktionen. Hier ist in jedem Fall professionelle Unterstützung durch einen erfahrenen Therapeuten gefordert.

 

Die Therapie des geschädigten Darmes kann je nach Problematik auf mehreren Säulen basieren: individuell angepasste Probiotika (Darmbakterien mit Vermehrungs- und Ansiedlungsfähigkeit), gut bekömmliches Präbiotika (Nährstoffe für die Darmbakterien), schleimhautintegritätsfördernde oder  antientzündlich wirkende Mittel, pH-Wert-Stabilisation, antimykotisch (wenn die Pilzbelastung zu hoch ist).

 

Die Ernährung spielt eine tragende Rolle für einen gesunden Darm. Hier sei insbesondere die ballaststoffreiche Ernährung genannt mit viel basischem Gemüse, viel Wasser trinken, frischem Obst und Salaten. „Lass die Nahrung deine Medizin sein“ stimmt noch überwiegend. Eine gute und ausgewogene Ernährung, die Zubereitung eines vollwertigen nährenden Mahls bedarf aber auch Zeit, gerade in diesen hektischen Zeiten ein selten gewordenes Gut.  

 

Nach neuesten Studien hat der Darm auch einen großen Einfluss auf unser Gemüt und unser Wohlbefinden. Bei Depressionen scheint sich dieser Einfluss häufiger bestätigt zu haben. Die sogenannte Darm-Hirnachse lässt den Darm diverse Signale an das Gehirn übermitteln.

 

Bei diesen vielfältigen Aufgabengebieten hat der Darm alle Hände voll zu tun und sollte stets „darmgerecht“ ernährt werden.

 

Andreas Klose 

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Darm mit Hirn

Nachdem wir in der letzten Impulse-Ausgabe Mund und Magen bei der Vorarbeit begleitet haben, geht es jetzt beim Thema Darm um elementare Verwertung und Integration. Du bist was du isst - oder „Du bist, was du regelmäßig konsumierst“. Ein Zusammenhang, der uns selten ganz bewusst ist. So gut oder so wenig geistige Nahrung unsere Potenzialentfaltung und unsere Lebensqualität fördert, ist es auf Dauer auch das Essen. Der Zusammenhang ist noch deutlicher geworden, seit der Darm in seiner funktionalen Komplexität und emotionalen Bedeutung als „Zweites Gehirn“ erforscht wird.

Der Darm ist evolutionär das älteste und beim Menschen das größte Organ mit Nervenzellen, das auf die Umwelt reagiert. Er entwickelte sich lange vor Haut, Herz, Lunge oder Hirn. Darm und Hirn ähneln sich phänotypisch, also in ihrem Aussehen. Manchmal auch im Inhalt, insofern ein aus dem Gleichgewicht geratener Darm auch die Gedanken negativ beeinflusst. Vielleicht kommt daher auch der derbe Spruch "dem haben sie ins Gehirn gesch…", wenn wir es mit Zeitgenossen zu tun haben, die von allen guten Geistern verlassen scheinen.
 

Tatsächlich kann ein dysfunktionaler Darm sogar zu Depressionen führen. Die sog. Darm-Hirn-Achse, die Verbindung zwischen der individuellen Zusammensetzung der Darmbakterien („Mikrobiom“) und der Gedanken- und Gefühlswelt ist ein neueres wissenschaftliches Forschungsgebiet, das uns einmal mehr zeigt, wie auch im Körper alles mit allem zusammenhängt und wir ihn mehr und mehr in seiner Ganzheit verstehen lernen.

Woran orientieren wir uns nun? Was nährt uns wirklich „voll und wertig“? Ein wesentlicher Aspekt ist der Grad der Verarbeitung und Anreicherung mit Stoffen wie Zucker, Salz, Stärke, Aromen und weiteren Zutaten aus dem Labor. Industriell-kommerzielle Verarbeitung versus Naturbelassenheit. Im Geistigen ist es analog dazu der Überfluss an Informationen, angereichert mit persönlichen Meinungen, emotionaler Aufgeregtheit und „alternativen Fakten“, die das gesunde Gleichgewicht stören. Clickbaiting-Zerstreutheit versus wache Zentriertheit.
 

Weniger ist mehr: Auch der Darm geht gerne mal zum Retreat um sich zu reinigen - genannt Fasten. Er kommt viel besser mit weniger zurecht als mit der ständigen Befütterung. Genauso wie der Geist Phasen der Ruhe und des „Nichts“ braucht, um sich auf das Wesentliche besinnen zu können.
Natur und Stille - was für den Geist gut ist, wird auch den Darm ins Gleichgewicht bringen.

 

Andreas Fiedler

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Heilende Nahrungsmittel für den Darm

Ähnlich wie der Magen reagiert auch unser Darm auf äußere Einflüsse psychovegetativ empfindlich. Im Volksmund heißt es, der Mensch ist so gesund wie seine Darmflora. Tatsächlich ist ohne Bakterienflora die Ausbildung und Steuerung des Immunsystems undenkbar.

 

Die Darmflora beherbergt Billionen von Mikroorganismen, die eine mechanische Barriere für Fremdstoffe und potenziell krankheitserregende Keime bildet. Sie bildet ein stabiles Ökosystem, das das Wachstum schädlicher Bakterien und Keime hemmt. Allzu oft ist unsere Darmflora aber geschädigt unter anderem durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien, Fehlernährung (Zucker!), Medikamenteneinnahme, vor allem Antibiotika, sowie Nahrungsschadstoffe, so dass Fremdstoffe wie, Giftstoffe und Nahrungsbestandteile, in unseren Körper eindringen können. Hier spricht man von einem durchlässigen Darm („leaky-gut-Syndrom“), ausgelöst durch ein Ungleichgewicht der Darmflora (Dysbiose).

 

Es empfiehlt sich eine Wiederherstellung der gestörten Darmflora vorzunehmen (Darmsymbioselenkung). Pflanzliche Rohkost und milchsaure Kost, wie Joghurt mit lebenden Bakterienkulturen, Sauerkraut oder Brottrunk helfen die Darmflora zu regulieren. Bewährte Darmfloramittel (Probiotika) sind Präparate mit entzündungshemmender und immunstimulierender Wirkung für die Darmschleimhaut. Die Alge Chlorella pyrenoidosa schafft es mit ihrem enorm hohen Chlorophyllgehalt das Wachstum krankheitserregender Keime zu hemmen und unter anderem Milchsäurebakterien zu fördern.
 

Bärlauch und Zwiebeln enthalten schwelhaltige Ätherische Öle, die den typischen Geruch ausmachen. Das in Knoblauch enthaltene Allicin wirkt stark gegen Bakterien, Viren, Pilze und Würmer und fördert eine gesunde Darmflora. Karotten, lange gekocht, unterstützen die angegriffene Magen-Darm-Schleimhaut, indem die enthaltenen Vielfachzucker die Haftung der Bakterien an der Darmwand blockieren. Die Bakterien werden somit ausgeschieden und können keinen Durchfall mehr verursachen.

Apfelektine werden durch fein geriebenen Apfel freigesetzt und schützen die Darmschleimhaut, ziehen Keime und Toxine an und hemmen das Wachstum  auffälliger Darmflora.

 

Das folgende Rezept hat der Ordinarius der Heidelberger Kinderklinik Professor Ernst Moro 1908 nach Hausmitteln kreiert. Damit sanken bei Kindern die Komplikationsraten infolge Durchfallerkrankungen drastisch.

 

Karottensuppe nach Dr. Moro     
500g Karotten
1l Wasser
3g Salz
Die Karotten schälen und klein schneiden. In 1 Liter Wasser 90 Minuten kochen, anschließend pürieren und mit abgekochtem Wasser wieder auf 1 Liter Flüssigkeit auffüllen. Das Kochsalz zufügen und gut verrühren. Mehrmals täglich trinken. Auch für  Säuglinge ab 6 Monaten und Haustiere geeignet.

 

Bereiten Sie ihre Nahrung so frisch wie möglich zu. Bevorzugen Sie regionale und saisonale belastungsfreie Lebensmittel.
 

Stephanie Hustan

 

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Ruhe finden in der Corona-Zeit

Es wurde gesagt, dass Frauen mehr Worte sprechen als Männer, als sei Kommunikation ein Wettbewerb der Quantität. Tatsächlich ist das Klischee falsch, es gibt keinen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Kommunikation hat mit dem Austausch von Informationen zu tun, und Worte sind nur die Mittel dafür. Ich erinnere mich an ein Sprichwort, das meine Großmutter liebte: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

 

Während der Corona-Zeit gab es viel Lärm, einen rauschender Strom von digitalem Geschwätz. Gleichzeitig herrschte viel Schweigen, da die Menschen viel allein waren. Für mich waren die Monate des Lockdowns wie wechselhaftes Wetter. Manchmal genoss ich den Lärm. Manchmal hörte ich nur die Stille und fühlte meine Isolation auf sehr rohe Weise.

 

Genauso wie wir zwischen Mittag- und Abendessen Zeit für die Verdauung brauchen, brauchen wir auch Ruhe zwischen den Wörtern, um ihre Bedeutung zu verdauen. Dies wurde mir kürzlich  bestätigt, als ein Teilnehmer während eines Online-Meetings sagte, „Beim Home-Office helfen mir die Pausen, mich zu konzentrieren“. Wie meine Großmutter sagte, sind stille Pausen wertvoll wie Gold.

 

Ein Nebeneffekt der Corona-Zeit sind die Corona-Kilos. Wir steckten zu viel in unseren Mund und bewegten uns zu wenig. Jetzt wenden sich unsere Gedanken der Bewegung zu, was eine gute Sache ist. Nichtsdestotrotz, viele fühlen sich in Fitnessclubs und -kursen unwohl. Der junge Trainer ermutigt uns, bis zum Umfallen zu schwitzen und weiterzumachen. Dennoch, einmal aufgehört, ist nicht alles verloren - Sisyphus lässt grüßen.

 

Es gibt jedoch andere Aktivitäten, bei denen der Schwerpunkt auf innerer Ruhe liegt. Mit Ruhe schenken wir uns selbst Zeit, die wir für die ‘Verdauung’ im Kopf brauchen. Dies ist nicht nur durch Meditation oder ähnliche Aktivitäten möglich. Beispielsweise in bewussten Bewegungen wie bei der Feldenkrais-Methode folgen auf Übungen Pausen. Warum nach einer langsamen Bewegung ausruhen? Nicht um sich zu entspannen und zu erholen, sondern um das Lernmuster zu integrieren, und so eine neue, effiziente Möglichkeit im Gehirn zu speichern.

 

Die systematische Verbindung von Bewegung mit Bewusstsein wie bei Shiatsu, der Grinberg®-, Talmi®- oder der Feldenkrais®-Methode intensiviert das Lernen. Es geht nicht darum zu schwitzen, sondern zu fühlen, zu verdauen und sich dadurch zu verbessern. Nur mit Bewusstsein und Langsamkeit kann man sehen, wie man sich bewegt. Nur dann passiert Entwicklung.

Genau wie die Stunden zwischen den Mahlzeiten zur Verdauung und die Stille zwischen den Worten zum Verständnis, lassen die Pausen unser Gehirn die funktionelle Bewegungen verdauen. Das Ergebnis ist eine verbesserte Ergonomie und Haltung. Eine erhöhte Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit gegen den körperlichen und geistigen Stress des Alltags. Und eine innere Ruhe, die die Ruhe des Körpers widerspiegelt.

 

"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold” sagte meine Oma. “Stop. Und lasse es nachwirken” ergänze ich.

 

Ben Parsons  

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Die Bauchmassage – hochwirksam und Wellness pur

Eine sanfte Bauchmassage wirkt sehr vielfältig: Sie verbessert die Durchblutung der inneren Organe und hat eine regulierende Wirkung auf die Spannung der Bauchmuskulatur. Durch die verbesserte Durchblutung können Gift- und Abfallstoffe aus

den Organen und den einzelnen Zellen besser abtransportiert werden und die Organe werden vermehrt mit Sauerstoff versorgt.

Auf die Spannung der Muskulatur (vordergründig Bauch, darüber hinaus auch weitere Muskelgruppen bis hin zum Schultergürtel, den Rücken und das Becken) wirkt die Massage regulierend, was sich durch ein gesteigertes Wohlempfinden im gesamten Körper bemerkbar machen kann.

 

Der Atemraum kann sich vergrößern und die Atembewegung kann freier in alle Richtungen fließen. Der Verarbeitung im Darm wird verbessert, so dass Nährstoffe besser aufgenommen werden können und Abfallstoffe und Gifte besser abtransportiert und ausgeschieden werden können.
 

Die Bauchmassage ist empfehlenswert bei emotionalen Belastungen und in Stresssituationen. Sie kann hilfreich sein bei Spannungs- / Völlegefühlen im Bauchraum, bei muskulären Verspannungen (fühlt sich der Bauch wohl, kann sich auch die Muskulatur im Körper entspannen), bei Niedergeschlagenheit oder Gereiztheit, bei Verstopfungen, Blähungen, bei einem unruhigen Darm/ Bauch, bei unregelmäßiger Verdauung, Kiefergelenksspannungen oder auch bei Hämorrhoiden. Bei akuten Beschwerden im Unterleib suchen Sie bitte Ihren Arzt auf um die Ursache hierfür abzuklären. Bei chronischen Unterleibsbeschwerden sprechen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt ab. Hier kann die Bauchmassage aber häufig eine Erleichterung der Beschwerden bringen.

 

Setzen oder legen Sie sich dazu bequem hin. Wenn Sie liegen, schauen Sie bitte, ob Sie sich die Knie leicht unterlagern möchten, um die Bauchdecke zu entspannen. Sie können für die Darmmassage gut das Kümmel-Bauchmassageöl (empfohlen von Stephanie Hustan) aus dem Heilpflanzenteil dieses Kapitels verwenden. Achten Sie darauf, dass Ihre Hände angenehm warm sind, damit der Bauch nicht erschreckt, wenn Sie ihn berühren. Sie können auch gut das Öl in Ihren Händen

erwärmen, bevor Sie mit der Massage beginnen.

 

Nun fangen Sie zuerst an, Kontakt mit Ihrem Bauch aufzunehmen. Legen Sie Ihre Handflächen flach auf Ihren Bauch, seitlich des Bauchnabels. Wie fühlt sich die Berührung der Hände mit dem Bauch für Sie an? Und wie fühlt sich die Bauchdecke unter Ihren Fingern an? Ist die Bauchdecke weich und geschmeidig, oder ist sie fest und undurchdringlich? Konzentrieren Sie sich auf das Spüren, was erzählt Ihnen die Berührung zwischen Fingern, Handflächen und Bauchdecke? Ist es angenehm?

 

Nun beginnen Sie sanft in im Uhrzeigersinn kreisenden Bewegungen über Ihre Bauchdecke zu streichen. Der Kontakt soll einen leichten Druck haben und gleichzeitig angenehm. Das heißt der Kontakt ist deutlich unter den Händflächen, aber nicht so stark, dass sich die Bauchdecke aus einem Schutzreflex heraus anspannt. Streichen Sie in einem ruhigen gleichmäßigen Tempo über Ihre Bauchdecke. Wie fühlt es sich an, wenn Sie so Ihren Bauch massieren? Was passiert während dem Streichen über Ihren Bauch? Spüren Sie eine leichte Entspannung Ihrer Bauchdecke? Oder wird die Bauchdecke vielleicht etwas wärmer unter Ihren Händen? Fängt der Bauch vielleicht an, unter Ihren Händen lebendig zu werden (Geräusche/ Bewegungen im Darmbereich)?

 

Führen Sie diese Massage solange durch, wie es für Sie angenehm und entspannend ist. Die Empfehlung liegt bei 10 - 15 Minuten. Das Schöne daran ist, dass sie es fast überall und jederzeit machen können.
 

Miriam Großhennig

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Darm gut – alles gut

 

Der Darm hat eine Oberflächengröße vergleichbar mit der Größe eines Tennisfeldes. Das heißt, er ist die größte Hauptkontakt(-ober-)fläche zur Umwelt. Die Hauptoberfläche? Der Darm ist doch in uns drinnen, werden Sie sich fragen. Ja der Darm hat Kontakt mit der Außenwelt. Wenn wir etwas essen, wird die Nahrung über unseren Mund aufgenommen und in den Verdauungstrakt, über die Speiseröhre in den Magen und Darm weitergeleitet.
 

Der Darm erfüllt mit seiner Darmschleimhaut eine Schutz- und Barrierefunktion vor ungeliebten Eindringlingen (Bakterien/ Parasiten, Viren oder andere Mikroben die uns Schaden zufügen könnten), d.h. er bestimmt, was wirklich in unser Innerstes aufgenommen wird. Und er hat die Aufgabe, unseren Nahrungsbrei zu durchmischen, sortieren und auszuscheiden. Ein großer Teil der in unserem Darm lebenden und für uns dringend nützlichen Bakterien (bei einem erwachsenen Menschen machen sie ca. 700 g des Körpergewichtes aus!) spalten die von uns aufgenommene Nahrung in kleinste Teilchen auf. Diese werden mit Flüssigkeit vermischt und danach sortiert, was durch die Darmschleimhaut in unser inneren Stoffwechsel hineingelassen und verwertet wird und was wieder ausgeschieden wird.
 

Die Darmflora steuert auch in Verbindung mit Wasser/ Flüssigkeit das Säure-Basenmilieu in unserem Körper, das zuständig ist für die Aufrechterhaltung unserer verschiedenen Floren. Wichtige Voraussetzung ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen nützlichen, neutralen und auch vorkommenden potenziell krankmachenden Bakterien.
 

Im Darm werden auch Hormone aufgebaut und/oder gelagert, wie unser Glückshormon Serotonin. In unserem Darm befindet sich bis zu 90 Prozent unseres Gesamt-Serotonin-Gehaltes, der sich mit der Zeit auch abbauen kann.

Wenn es zu einem Serotoninmangel in unserem Körper kommt, merken wir dies durch eine schlechte Stimmung, Müdigkeit und Erschöpfung, wir können sogar in Depressionen verfallen.

 

Es wird deutlich, dass der Darm sowohl eine wichtige Rolle für unser Immunsystem spielt - durch seine Barriere- und Sortierfunktionen ist er unser Haupt-Stoffwechsel-Organ - wie auch für unsere Psyche. Befindet sich unser Darm im Gleichgewicht, geht es uns gesundheitlich und psychisch gut, gerät er aus dem Gleichgewicht, können wir auch psychisch ein Problem bekommen.

 

Als ausgleichende Heilpflanzen bei einem gereizten Darm gelten:

Anis, Fenchel, Kümmel, Angelika, Artischocke, Ingwer, Pfefferminze, bittere Schleifenblume (s. Iberogast), Melisse, Bohnenkraut, Basilikum, Estragon.

 

Bei Durchfall eignen sich gerbstoffhaltige Pflanzen wie  Blutwurz, Gänsefingerkraut, Eichenrinde Brombeer- und Himbeerblätter sowie Heidelbeeren. Quelldrogen wie Leinsamen und Flohsamen helfen bei Verstopfungen, indem sie die Darmschleimhaut abdichten.  
Anis, Fenchel, Gänsefingerkraut, Melisse, Hopfen, Johanniskraut, Kamille und Pfefferminze sind hervorragende „Magenberuhiger“. Als „Antiphlogistika“, also entzündungshemmende Pflanzen, werden Kamille, Curcuma (Gelbwurz), Zaubernuss und Weihrauchpräparate eingesetzt. Als verdauungs- und gallefördernde Arzneipflanzen eigenen sich Bitterstoffe wie Artischocke, Curcuma oder Löwenzahn.

 

Gutes Kauen der Speisen (s. Kapitel 3)  trägt auch essenziell zur Gesundung des Darmes bei.

Reizdarmteemischung
Engelwurzwurzel 15.0 g
Passionsblumenkraut  10.0 g
Kamille 15.0 g  
Gänsefingerkraut 20.0  g  
Malvenblüten 15.0 g
Fenchel 15.0 g 

Kümmelöl-Bauchmassage

9ml Olivenöl
1 ml Kümmelöl
Massieren Sie damit den Bauch im Uhrzeigersinn.
Entspannt das enterische Nervensystem und wirkt blähungs- und keimhemmend.
(s. auch die Anleitung für eine wunderbare Darm-Verwöhn-Maßnahme).

 

Täglich drei Tassen ungesüßt vor dem Essen, ein EL pro Tasse überbrühen und 20 min zugedeckt ziehen lassen. Die Tees können 2 bis drei Monate getrunken werden.

Als schnell wirksame Magen-Darm-Mittel haben sich auch die pflanzlichen Arzneimittel Iberogast ® und Abdomilon N® bewährt. Zur Dosierung lesen sie bitte den Beipackzettel oder fragen ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

Bei Unsicherheiten, unklaren und langanhaltenden Beschwerden und zur Sicherung von Diagnosen suchen Sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf!
 

Stephanie Hustan – www.heilpraktik-potsdam.de  

Miriam Großhennig

 

 

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August-Impuls: Darm - und was wir integrieren

Wenn Sie Impulse suchen für den Darm, Verdauung, Psyche und Geist, dann entdecken Sie ausgleichende Heilpflanzen, eine sanfte Bauchmassage, Pausen mit Bewusstsein und geistige Anregungen.

Was für den Geist gut ist, wird auch den Darm ins Gleichgewicht bringen.


22 Darm gut - alles gut
23 Die Bauchmassage - hochwirksam und Wellness pur

24 Ruhe finden in der Corona-Zeit
25 Heilende Nahrungsmittel für den Darm
26 Darm mit Hirn

27 Der Darm - Mitte des Körpers

 

Hier können Sie schon das

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Meine Intuition, mein Bauchgefühl

Wir alle kennen dieses Phänomen : Unser Verstand gibt uns die Information „gut / sicher / in Ordnung“, doch unser Bauch signalisiert uns etwas ganz Anderes.  Wir spüren instinktiv in der Magengrube, dass etwas nicht ok ist, obwohl unser Kopf keinerlei Ungereimtheiten erfasst hat.  Und auch  Gefühle und Emotionen haben einen  starken Bezug zum Bauch: Hier fliegen unsere Schmetterlinge bei Verliebtheit oder großer Freude, Liebeskummer, Stress, Wut, Unsicherheit und Traurigkeit machen sich in der Bauchgrube bemerkbar, manchmal sogar in Form von manifestierten physischen Phänomenen wie Durchfall oder einem Magen-Geschwür.

 

Unser Bauch scheint also eine wichtige Schaltzentrale in unserem intuitiven und emotionalen Leben zu sein. Er zeigt uns oft unseren „wahren“ inneren Zustand an, den Zustand fern der Logik. Leider bedeutet das nicht, dass wir unserem Bauchgefühl uneingeschränkt vertrauen können. Denn es drückt eben nicht nur Intuition aus, sondern auch Ängste, Zweifel und Panik, und die sind keine kompetenten Berater für den richtigen Weg im Leben. Was kann man also tun, um aus den Bauchgefühlen die „wahre“ Stimme der gesunden Intuition herausfiltern, die uns den für uns richtigen Weg weist ?

 

Der Weg zu jeglicher Form von innerer Wahrheit führt immer durch die Stille. Wir müssen still werden, äußerlich, aber vor allem innerlich, um tief in unseren Wesens-Kern sinken zu können. Um äußerlich in Stille zu kommen hilft es, eine Umgebung herzustellen, die unseren Sinnen so wenig wie möglich auffällige Reize bietet. Hat man Ruhe im Außen und im Körper gefunden, hört man das Feuerwerk der inneren Stimmen, Gefühle und Gedanken meist erstmal besonders laut und verwirrend. Hier hilft für den Anfang langsames, konzentriertes Atmen, und für Fortgeschrittene die Meditation, um Abstand zum inneren Tumult zu kreieren. Es geht darum, die verschiedenen Stimmen und Gefühle ohne Bewertung zu betrachten. Stell dir nun einfach vor, deine Gedanken und Gefühle tanzen alle wie die Flammen in einer großen Feuerschale. Du sitzt davor, und lässt das tanzende Feuer auf dich wirken. Lass jeden einzelnen Aspekt gelten, nimm sie alle als einen Teil deiner inneren Welt und dir selbst an. Wenn du deine Gedanken und Gefühle bereits ganz gut unterscheiden kannst, wende dich direkt an dein höheres bzw. tiefes Selbst. Frage dich in deinen inneren Raum hinein:

 

Welcher Weg dient meiner inneren Wahrheit?
Welcher Aspekt ist Ausdruck meiner inneren Größe?
Welche Handlung führt mich am tiefsten zu mir selbst?
Welche Weisheit ist Sprachrohr meiner Liebe?


Bleibe in der Stille im Außen und Innen und lausche den Antworten, die aus der Tiefe kommen. Nimm offen wahr, wie sich dein Bauch anfühlt, ob er idealerweise weich ist und mit deinem Atem mitschwingt, oder ob er wirbelt und flirrt, ob er hart ist und sich kaum bewegt. Vielleicht wirst du nicht gleich beim ersten Probieren wieder an deine Intuition andocken. Das ist okay, auch hier macht Übung und Geduld den Meister. Es geht oftmals erst einmal darum, eine innere Bereitschaft für Intuition und die eigene innere Weisheit herzustellen. Auf dieser Grundlage kann unsere Intuition stark werden, und wir können sie auch im lauten Alltag wieder deutlich und untrügbar spüren und uns vertrauensvoll von ihr leiten lassen.


Julia Berger

 

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Foto: Julia Berger

Heilende Nahrungsmittel für den Magen

Ungesunde Ernährung, aber auch seelische Belastungen können uns auf den Magen schlagen. Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Krämpfe können die Folge sein. In diesem Kapitel stelle ich heilende Nahrungsmittel und Maßnahmen vor, die den Magen schonen, schützen und gut verdaulich sind.

 

Übersäuern können wir nicht nur über Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an tierischen Eiweißen und Zuckern, sondern auch durch chronischen Stress und Entzündungen. Basische Lebensmittel, wie  mineralstoffreiche pflanzliche Lebensmittel haben einen geringen Proteinanteil und sind ausgesprochen basenbildend. Bei Brennen im Magen, saurem Aufstoßen und Sodbrennen eignet sich Gemüse schonend zu dünsten und zusätzlich empfiehlt sich Natriumhydrogencarbonat (z. Bsp. Bulrich Salz) einzunehmen

 

Eine empfindliche Magen-Darm-Schleimhaut lässt sich sehr gut mit über Nacht eingeweichten Leinsamenwasser, vor den Mahlzeiten getrunken, schützen. Der schleimige Sud legt sich wie ein Schutzfilm um die gereizte Haut.

 

Es lohnt sich dem Magen und Darm auch mal eine längere Pause zu  können, um sich zu regenerieren zum Beispiel in Form des intermittierenden  Fastens. Dabei beginnt erst nach einer 16-stündigen Nahrungskarenzzeit eine 8-stündige Phase der Nahrungsaufnahme.

 

Gewürze und Kräuter dienen nicht nur der geschmacklichen Verbesserung unseres Essens, sondern verbessern auch die Bekömmlichkeit. Sie sind reich an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen  und sollten in keinem Essen fehlen. Sie regen die Sekretion an und fördern  somit die Verdauung. Liebstöckel, Majoran, Basilikum, Knoblauch, Petersilie, Thymian  und Beifuß lassen sich auch super auf dem Balkon ziehen.

 

Vatta Gewürzmischung (verdauungsfördernd und blähungswidrig)

Fenchel 2 TL                                                  
Ingwer gemahlen 1 TL                                 
Kurkuma 1TL                                       
Kreuzkümmel 2TL                                        
Pfeffer 1Prise

Zimt 1TL                                              
Koriandersaat 1TL                                  
Muskatnuss 1 Prise                              
Bockshornklee 2 TL

 

Stephanie Hustan

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Emotionale Verdauung

„Es ist mir auf den Magen geschlagen“: Es kommt vor, dass wir Emotionen wie Zorn und Wut zu oft runterschlucken. Dadurch fühlt sich unser Verdauungssystem animiert, diese Emotionen zu „verdauen“. Wir werden buchstäblich „sauer“. Der Magen schüttet Säure aus und wenn die Magensäure nichts anderes vorfindet, fängt sie an, die eigene Schleimhaut zu verdauen. Diese Art der „Selbstzerfleischung“ ist auf Dauer nicht gesund.


Wir suchen also besser ein Gleichgewicht, das uns erlaubt, einerseits intensiv am Leben teilzunehmen, mit all den dazugehörenden Emotionen und andererseits eine wirksame „Psychohygiene“ zu betreiben, sodass sich Emotionen nicht stauen und wir daran erkranken.
 

Wie also umgehen mit emotionalen Belastungen, Ängsten und Dauerstress? Der erste Schritt ist – wie so oft – das Bewusstwerden und das Anerkennen, was gerade ist. Ich gebe der Emotion die Erlaubnis, da zu sein, ohne sie sofort ausagieren zu müssen. Ich beobachte, was passiert. Das ist etwas anderes als „runterschlucken“.

Im Zen-Buddhismus gilt es als erstrebenswert, Kontrolle über seine Emotionen zu erlangen. Doch nicht im Sinne von unterdrücken, wie es in unserer rationalen Kultur zu oft üblich ist, sondern dass wir sie aufmerksam beobachten. (siehe auch Durch die Krise mit Hirn und Herz). Anstatt dass die Wut oder der Zorn auf destruktive Art aus uns herausbricht und uns blind reagieren lässt, können wir diese Kraft in etwas Konstruktives verwandeln. Wir engagieren uns für etwas statt gegen etwas oder jemand. Diese Art der Verdauung bzw. Veredelung von Emotionen wird auf Dauer nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Mitwelt gesünder sein.

 

"Du veränderst Dinge nicht, indem Du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, musst Du ein neues Modell erschaffen, welches das bestehende Modell überflüssig macht." ( Richard Buckminster Fuller)


Andreas Fiedler

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Den Magen stärken mit Heilpflanzen

Der Bauch wurde seit jeher als Zentrum unseres Wohlbefindens angesehen. Der Magen ist ein psychovegetatives Organ. Etliche Redensarten wie „Liebe geht durch den Magen“ oder  „Es schlägt mir übel auf“ beschreiben seine Bedeutung über die Organfunktion hinaus. Nicht nur der Nahrungsmittelinput, sondern auch der Zustand unseres Gemüts und dessen Informationsaufnahme und -verarbeitung entscheidet über die Bekömmlichkeit und Verträglichkeit für dieses sensible Organ. Hormonelle, nervale und enzymatische  Faktoren stehen in einem  sensiblen Gleichgewicht, um die Sekretion, Motorik und Durchblutung zu regulieren. Genauso wie eine ungesunde Ernährung akute und chronische Magenbeschwerden hervorrufen,  kann bei seelischen Belastungen und anderen Stressfaktoren der Vagusnerv überreagieren und die Funktionen des Magens einschränken und unangenehme Symptome, wie Sodbrennen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Krämpfe verursachen.

 

Folgende Pflanzen tragen zum Schutz und zur Funktionsförderung des Magens bei:

Bei Übelkeit und Erbrechen eignen sich Ingwer, Pfefferminze (Achtung: nicht abends bei Sodbrennen), Melisse und Kamille. Als  Säurepuffer und Magenschleimhautschutz haben sich Enzian, Fenchel, Eibisch, Kamille und Süßholz bewährt.  Anis, Fenchel, Gänsefingerkraut, Melisse, Hopfen, Johanniskraut, Kamille und Süßholz sind hervorragende „Magenberuhiger“. Als „Entzündungshemmer“ werden Anis, Fenchel, Gänsefingerkraut, Melisse, Flohsamen, Pfefferminze und  wieder Süßholz erfolgsversprechend eingesetzt. Bei dyspetischen Beschwerden  eigenen sich Bitterstoffe wie Löwenzahn, Tausenendgüldenkraut, Schafgarbe, Kalmus oder Engelwurz.

„Erste-Hilfe-Tee“ bei Sodbrennen
Kümmeltee 15.0 g                                            
Melisse 20.0 g                                                        
Kamille 15.0 g                                              
Gänsefingerkraut 20.0  g                                                   
Anis 15.0 g                                                                
Fenchel 15.0 g
(evtl. Zugabe  von ¼ Liter Eibischwurzel-Kaltauszug (4 EL Eibischwurzel mit ¼ Liter kaltem Wasser übergießen)

 

Tee zur „Beruhigung eines nervösen Magens“
Kamillenblüten 30.0  g                                
Melissenblätter 20.0  g                                        
Isländisch Moos 20.0   g                    
Bitterorangenschalen 10.0   g                   
Pfefferminzblätter 10.0   g                             
Hopfenzapfen 10.0   g                                       
Kalmuswurzel 10.0 g

 

Täglich drei Tassen ungesüßt vor dem Essen, ein EL pro Tasse überbrühen und 20 min zugedeckt ziehen lassen. Die Tees können 2 bis drei Monate getrunken werden.

Als schnell wirksames Magen-Darm-Mittel gilt auch die Fertigarznei. Iberogast ®. Zur Dosierung lesen sie bitte den Beipackzettel oder fragen ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

 

Bei Unsicherheiten, unklaren und langanhaltenden Beschwerden und zur Sicherung von Diagnosen suchen Sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf!

 

 

 

Stephanie Hustan und Miriam Großhennig

 

 

 

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Kau dich gesund - Zeit zum gründlichen Durchbeißen

Momentan befinden wir uns in einer Zeit, die besondere Herausforderungen an uns stellt. Unser soziales, wirtschaftliches und kulturelles Leben war weitestgehend heruntergefahren, der Infektionsschutz schränkt Freiheiten weiterhin ein, wir müssen Abstand zueinander halten, einen Mundschutz tragen. Das müssen wir alles erstmal verdauen.

 

Genauso wie wir uns an veränderte Umstände anpassen und diese erst verdauen müssen, bevor wir einen gesunden Umgang damit finden, so haben wir täglich unsere Nahrung aufzunehmen und in unserem Körper zu verstoffwechseln. Dabei gilt für die Nahrung besonders: Je besser alles zerkleinert und vorbereitet ist, desto besser kann der Körper das Aufgenommene verwerten. Welche Art der Nahrung - auch welche Art der Information - in welcher Dosierung tut mir wirklich gut?

 

Die bewusste Nahrungsaufnahme beginnt im Mund. Der ganze weitere Verdauungsapparat arbeitet dann "automatisch". Der Mund ist damit die Station, an der wir unmittelbar einen starken positiven Einfluss auf unsere Verdauung und unseren Stoffwechsel nehmen können! Denn die bewusste, gründliche Zerkleinerung ist ein wesentlicher Schritt für unsere Verdauung: bereits hier beginnen unsere Verdauungsenzyme wie auch unser Immunsystem zu wirken. Für manche Stoffe, wie die Kohlenhydrate, beginnt hier bereits der Abbau.


Der Speichel beinhaltet außer den Verdauungsenzymen eine natürliche Keimbarriere, die dafür sorgt, dass der Hauptteil der Krankheitserreger, die über die Nahrung mit aufgenommen werden, abgetötet wird. Je intensiver die Nährstoffe im Mund zerkleinert wurden (Richtwert zur Orientierung sind etwa 30 Kaubewegungen pro Bissen), desto besser kann der Körper sie auf ihrem weiteren (Verdauungs-)Weg verwerten und nutzen. Es wurde inzwischen in Studien nachgewiesen, dass gründliches Kauen zu einem deutlich geringeren Blutzuckeranstieg und Insulinausschüttung führt und dass Übergewicht, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Magenproblemen durch gründliches “schmauen” (schmecken und kauen) sehr wirksam begegnet werden kann.

 

Und damit kommen wir zu der folgenden Achtsamkeitsübung:

Nehmen Sie ein Stück Nahrung (z.B. ein Stück Obst, Gemüse, eine Nuss, eine Rosine) in den Mund. Spüren Sie erstmal, was Sie da gerade in den Mund genommen haben. Erforschen Sie mit dem Mund und der Zunge und den Zähnen, was sich da Ihrem Mund befindet.

Wie groß ist es, ist es rund oder eckig, kantig oder glatt, lang oder kurz? Bewegen Sie das Stück in Ihrem Mund herum. Wie lässt es sich bewegen, leicht? ...oder ist es schwierig in Ihrem Mund zu bewegen? Dann nehmen Sie das Stück zwischen Ihre Zähne. Wieviel Abstand brauchen Sie zwischen der oberen und unteren Zahnreihe, um das Stück dazwischen zu bringen?

Nun beißen Sie zu. Wieviel Kraft brauchen Sie zum Zubeißen? Gibt es einen großen Widerstand von dem Stück zwischen Ihren Zähnen beim Zubeißen? Nun beginnen Sie mit dem Kauen und beobachten dabei, ob sich etwas verändert, je länger Sie das Stück zerkauen? Was verändert sich? ...und wie? Wie verändert sich die Beschaffenheit des Stückes in Ihrem Mund?

 

Beobachten und verfolgen Sie den Prozess so genau wie möglich! Was erleben Sie? - Was schmecken Sie? - Wie fühlt es sich an? Willkommen beim Abenteuer Kauen - Kau dich gesund!

 

Miriam Großhennig 

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Juli-Impuls: Wenn uns was auf den Magen schlägt

Sie suchen Impulse zur Stärkung Ihres Magens? Probieren Sie mal eine einfache Übung zum Kauen, heilende Kräuter und Nahrungsmittel und nehmen Sie unverdaute Emotionen wahr.


17 Kau dich gesund - Zeit zum gründlichen Durchbeißen
18 Heilende Nahrungsmittel für den Magen
19 Den Magenstärken mit Heilpflanzen
20 Emotionale Verdauung
21 Meine Intuition, mein Bauchgefühl

 

Hier können Sie schon das

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Zeit, sich selbst Nähe zu schenken

Vielleicht geht es Ihnen auch so :  Die Zeit der Corona-Pandemie stellt vieles auf den Kopf und in Frage, fordert Kraft und gute Nerven, ruft auf zu Achtsamkeit, Wachsamkeit,  Fürsorge für sich selbst und andere. Flexibilität und Durchhaltevermögen sind gefragt. Kreativität und Zuversicht sind Helfer auf dem Weg.

 

Viele alltägliche Abläufe in Berufs-und Freizeitgestaltung, ob nun geliebt oder ungeliebt, sind unterbrochen bzw. ausgesetzt. Besonders hart empfinden viele von uns das Beschränken der Kontakte, das Verzichten auf Umarmungen und enges ZusammenSein mit Familie und Freunden.  Das Auf Abstand Gehen mit und ohne Maske. Vielleicht gehören Sie selbst zur Gruppe der Risikopersonen und sind von den Einschränkungen besonders betroffen, erleben das Fehlen von Besuchen und menschlicher Nähe intensiv und schmerzlich.

 

Hier möchte ich Ihnen eine wunderbare Achtsamkeits-Übung empfehlen, mit der Sie sich selbst Nähe und eine liebevolle Umarmung schenken können:

 

Übung „Umarme Dich selbst“ 
(Lesen Sie sich die Anleitung am besten ein paar Mal vorher durch)

Richten Sie sich einen Platz ein, liegend oder sitzend, wo Sie für die Dauer von ca.  10 – 15 Minuten ungestört sind. 

Schließen Sie die Augen und spüren Sie zunächst, wie Sie mit Ihrem Körper auf dem Stuhl oder Boden sitzen bzw. liegen.  Lenken Sie dann Ihre Aufmerksamkeit für eine Weile auf Ihren Atem, indem Sie dem Geräusch Ihres Atems lauschen.   

Wahrscheinlich werden Sie langsam Atemzug für Atemzug ruhiger werden und sich etwas mehr spüren können.  Nun legen Sie die Füße ausgestreckt überkreuz übereinander und kreuzen ebenso Ihre Arme, so dass Sie sich selbst umarmen. Nehmen Sie auch hier einige tiefe, bewusste Atemzüge und lauschen Sie dem Atemgeräusch.

Verweilen und atmen Sie in dieser Haltung für die nächsten 8-10 Minuten bzw. so lange, wie es sich gut anfühlt.  Legen Sie dabei Ihre Aufmerksamkeit und Ihr ganzes Spüren auf alle Punkte, wo sich ihr Körper selbst berührt an Armen, Beinen, Händen, Füßen, Brustkorb....  Schenken Sie sich selbst eine Umarmung, Nähe und ein aufmunterndes Lächeln.     

 

Beenden Sie die Übung, indem Sie die Kreuzungen an Armen und Beinen wieder auflösen, zusammen mit einem tiefen Ein-und Ausatmen, langsam die Augen öffnen und noch einige Atemzüge lang nachspüren, bevor Sie sich räkeln und strecken und langsam aufstehen.

 

Eine Übung, die im wahrsten Sinne des Wortes berührend ist und neben anderen stärkenden Eigenschaften beruhigend auf das Nervensystem wirkt. Probieren Sie es einfach mal aus!

 

Petra Foidl

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Heilende Nahrungsmittel

Mit den richtigen Nahrungsmitteln lassen sich die Gesundheit, Wohlbefinden und die Lebenskraft erhöhen. Sogenannte Superfoods werden überall beworben.  Hier  kommt Teil zwei meiner Top Nahrungs- und Vitalstoffe.

 

Selen besitzt zahlreiche immunstärkende und antioxidative Eigenschaften. Hülsenfrüchte, Samen, Nüsse und Pilz enthalten viel von dem essentiellen Spurenelement.  Schon eine Paranuss pro Tag kann den Tagesbedarf decken.

 

Zink ist ein unerlässliches Spurenelement und Antioxidans für unsere Immunkompetenz. Die nahezu allumfassende Beteiligung an den vielfältigsten biologischen Reaktionen macht Zink zu einem der wichtigsten Spurenelemente. Proteinreiche Nahrungsmittel pflanzlicher Herkunft, wie Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, weisen hohe Zinkgehalte auf.

 

Shitake, Austernseitling und Co. haben eine jahrtausendalte Tradition als Vital- und Heilpilze und sind vorzügliche ganzjährige  Speisepilze.  Die proteinhaltigen Allrounder enthalten fast alle B-Vitamine und besonders viel Eisen und Kalium. Sie wirken zell- und immunschützend

Sprossen und Keimlinge: enthalten viele Vitamine, und Ballaststoffe. Der Gehalt an Mineralien und Spurenelementen ist in Sprossen und Keimlingen relativ hoch, so sind sie reich an Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen.  Außerdem sind sie kalorienarm und enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

 

Wildkräuterpesto (Immun-Booster)

 

Je nach Geschmack:                                         Knoblauchrauke, Brennnessel, Vogelmiere, Girsch, Schnittlauch, Birkenblätter oder Löwenzahn                                                
Angestoßene Kerne oder Nüsse                     
Olivenöl

kleinhacken und mit den Kernen/Nüssen mischen sowie etwas salzen                               
- in abgekochte Gläser füllen                                        - mit Olivenöl auffüllen bis alles bedeckt ist

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  Sprossen selber keimen (Vitalstoffbombe)

Geeignete Saaten (Bsp.):
Alfalfa                                                    
Kresse                                                              
Mungbohnen                                                                 
Senf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samen mit Hilfe eines feinen Küchensiebes unter fließendem Wasser gut spülen und im Keimgerät/ Keimglas verteilen.        
Je nach Samensorte ein- bis zweimal pro Tag wässern oder besprenkeln.

Ein heller, nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzter Platz in Fensternähe ist ideal.                
Als Faustregel gilt: Die Sprosse soll gegessen werden, wenn der Keimling ca. die 2 bis 3-fache Länge des Samens hat. Vor dem Verzehr gründlich waschen. Sprossen können zum Beispiel im Kühlschrank max. 2 bis 3 Tage aufbewahrt werden.                                                                                                         

   

 

Stephanie Hustan

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Wasser - Quell des Lebens

 

„Wenn es für mich ein Heilmittel geben wird, so wird es das Wasser sein“.

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897)

 

Kneipp entwickelte fünf Gesundheitssäulen in seiner Kneipp-Therapie, die bekannteste davon ist die Hydrotherapie (Hydro = Wasser). Ziel der Kneipp-Therapie ist es, die Gesundheit wieder herzustellen oder sie zu erhalten, indem Krankheiten der Nährboden entzogen wird, auf dem sie wachsen können. Die Kneipp-Therapie lässt sich sehr gut mit anderen Therapien und Behandlungsansätzen kombinieren.

 

Der Grundgedanke der Hydrotherapie: Durch Reizsetzungen mit dem Wechsel von Kaltem und Warmem wird der Körper mit seiner eigenen Regulationsfähigkeit und somit das Immunsystem angesprochen und in seiner Aufgabe aktiviert. Das heißt, es werden z.B. bei Kneippschen Güssen kalte Reize gesetzt, die als Ziel eine Eigenerwärmung des Körpers hat. Hierzu sagte Kneipp selbst: „So warm wie nötig, so kalt wie möglich“. … und „Die kürzeste Anwendung ist die Beste“. Die Grundlage für diese Therapieform bildet die Fähigkeit des Körpers über Reflexzonen in der Haut weiter entfernt liegende Organe zu aktivieren.

 

Ich möchte hier nun einen Kneippschen Guss zur praktischen Anwendung vorstellen:

 

Der kalte Armguss:

Zeitaufwand: ca.  Fünf Minuten

Kurmäßige Anwendung für mindestens sechsWochen, möglichst täglich


Indikation:

Steigerung der Stresstoleranz, Immunstärkung, bei Müdigkeit, niedrigem Blutdruck, Konzentrationsschwierigkeiten, körperlicher und geistiger Überforderung.
Nicht bei Bluthochdruck, Frieren, Frösteln oder kalten Händen anwenden.

 

Material:

- Gießkanne mit kaltem Leitungswasser (ca. 15°) oder

- Duschschlauch mit Gießhandstück

- warme Kleidung

 

Durchführung:

Sitzen oder knien Sie an der Bade- oder Duschwanne und hängen den rechten Arm über den Wannenrand. Führen Sie den Wasserstrahl vom kleinen Finger über die Hand langsam seitlich aufwärts bis zur Schulter und an der Innenseite des Armes wieder hinab bis zum Daumen.
Nun drehen Sie sich um und begießen entsprechend den linken Arm.
Streifen Sie sich das Wasser von den Armen ab und ziehen Sie die Kleidung über die nassen Arme.

 

(aus Naturheilpraxis 3/2016 – Kneipp‘sche Wasserkur von Astrid Süßmuth)

 

Miriam Großhennig

 

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Gesunde Bewegung in bewegten Zeiten

Am Freitag habe ich meine Teilnehmer gebeten, ab Montag ihre eigenen Matten und Tücher mitzubringen. Am Sonntag musste ich dann alles absagen. Keine Kursteilnehmer, keine Einnahmen, keine Idee, wann alles wieder ‘normal’ wird.

 

Ungewissheit und plötzliche Veränderungen führen zu einer gesteigerten Ausschüttung  von Stresshormonen wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Langfristig beeinflusst dies unsere körperliche und geistige Gesundheit und kann unser Immunsystem schwächen, genau dann, wenn es eigentlich besonders gestärkt werden sollte.

 

Wie können wir dem entgegenwirken? Wir können versuchen, den verstreuten Geist mehr im Körper zu verankern, dadurch gewinnen wir Klarheit und Entschlossenheit und können so Echtes von Imaginärem besser unterscheiden.

 

Selbstfürsorge durch Bewusste Bewegung

Die Feldenkrais® Methode ist für die Stärkung unseres Immunsystems gut geeignet. Sie nutzt in erster Linie achtsame Bewegung und Bewusstheit, um unsere körperliche Leistungsfähigkeit, unser Wohlbefinden, unsere Kraft und unsere Resilienz zu verbessern.

Bei Feldenkrais® geht es um kleinste und achtsame Bewegungen. Wenn du dich bewusst bewegst, kannst du deine eigene Haltung, Bewegung, Gewohnheit und Ineffizienz beobachten und verbessern. Ein innerer Fokus verbindet Geist und Körper und unterstützt das geistige Wohlbefinden.

Unsere Gedanken werden fokussiert, das Sorgenkarussel angehalten und unser Selbst zurück auf den Boden gebracht.

Im Feldenkrais® wird der Lehrer nicht kopiert, sondern er gibt präzise Anweisungen und du lernst, indem du deinen Körper spürst, genau so wie wir als Kind Radfahren gelernt haben. Dein Körper ist dein Lehrer. Zur Feldenkrais®-Methode gibt es eine Reihe von Anleitungen auch kostenlos z.B. bei youtube.

 

Mini-Bewegungs Einheit - Atem holen.

Atme zwanzig Mal ruhig ein und aus.
Spüre, ob das Ein- oder Ausatmen länger ist.

Achte als nächstes darauf, ob es zwischen Ein- und Ausatmen eine kurze Pause gibt.

Jetzt, atme ein und halte den Atem an.
Schiebe nun die eingeschlossene Luft wie einen Fußball in deinen Bauch und dann in deinen Brustkorb.

Wenn du Luft holen musst, schlucke einmal und atme.

Du kannst die Aktion mehrmals wiederholen.
Diese Übung schafft Ruhe und reduziert Stress.

 

Ben Parsons

 

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Heilpflanzen für das Herz

Unser Herz ist sowohl von seiner Lage als auch von seiner Funktion das zentrale Organ. Unser Herz kontrahiert täglich ca. hunderttausendmal und bewegt neun Tonnen Blut durch den Körper. Sein sinusförmiger Rhythmus vollzieht sich harmonisch zwischen Systole und Diastole, zwischen Ruhe und Bewegung. Kein anderes Organ spiegelt uns so deutlich wieder wie es uns geht. Es verwundert daher nicht, dass unser Herz in physischer und psychischer Wechselwirkung mit unserer Innen- und Außenwelt besteht. Unsere Gemütsbewegungen zeigen sich gleichsam seismographisch an der Herztätigkeit. Auch bei Stress jeglicher Art ist dieses System in mehrfacher Weise herausgefordert.
 

In der Therapie von Herzbeschwerden  können Heilpflanzen (Phythokardia) das Herz auf vielfältige und ganzheitliche Weise unterstützen. Im Folgenden stellen wir Euch Heilpflanzen und ihre Wirkungen vor.
 

Weißdorn  und Herzgespann verbessern die Durchblutung, stärken die Herzkraft und regulieren den Blutdruck. Bei funktionellen/nervösen Herzbeschwerden werden  sie mit beruhigenden Pflanzen kombiniert, wie zum Beispiel Baldrian, Melisse oder Johanniskraut. Ginkgo und Knoblauch verbessern die Durchblutung des Körpers in den Außenzonen. Rosskastanie, Steinklee und Mäusedorn fördern den Rücktransport zum Herzen. Entkrampfend wirken Gänsefingerkraut, Galgant und Fenchel, Kümmel, Anis. Bei chronischen Herzerkrankungen und nachlassender Herzleistung (Altersherz) werden Herzglykoside wie Adonisröschen, Maiglöckchen, und Fingerhut (Digitalis) eingesetzt, deren Medikation aber unbedingt von einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker erfolgen sollte.

 


Ausgleichender Herztee

Weißdornblätter  50 g                     
Mistelkraut      25 g                            
Johanniskraut    25 g
Melissenblätter 20 g                            
Herzgespann     20 g                                
Rosenblüten     10 g
Täglich drei Tassen ungesüßt vor dem Essen, ein EL pro Tasse überbrühen und 20 min zugedeckt ziehen lassen. Der Tee kann über einen längeren Zeitraum getrunken werden.

 


Wohltuende Herzöle

 

Mischung 1

1 Tropfen Petit grain Bitterorange , 4 Tropfen Bergamotte, 1 Tropfen Rose, 2 Tropfen Kardamom, 3 Tropfen Sandelholz oder Narde
 

Mischung 2

1 Tropfen Litsea, 4 Tropfen Bergamotte, 1 Tropfen Melisse 100%, 4 tropfen Rosenholz
Für Massagen: die Mischung der Wahl in 30 ml süßes Mandelöl geben. 3- mal täglich im Herzbereich auftragen, bis die Beschwerden verschwunden sind.


Als wichtiges ätherisches Öl für das Herz gilt Palmarosa: (Anwendung: als Duftöl, in der Duftlampe oder als Zusatz im Massageöl)

Bei Unsicherheiten, unklaren und langanhaltenden Beschwerden und zur Sicherung von Diagnosen suchen Sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf!


Miriam Großhennig und Stephanie Hustan

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Foto: © Tivadar Nemesi

Der Weg der Seerose - Meditation für Schutz und Geborgenheit

Die Seerose ist eine meiner Lieblingsblumen. Sie ist für mich – wörtlich – vorbildlich. Der Weg, den diese Blume beschreibt, ist ein Weg, den auch viele erfolgreiche Menschen hinter sich haben: aus dem tiefsten Schlick, aus dem tiefsten Schlamm, mit großer Beständigkeit hin zum Licht. Jedes Mal, wenn ich eine Seerose sehe, denke ich: Was Du geschafft hast, kann ich auch!



Beschützt sein  -  der Weg der Seerose

 

Bitte setzen Sie sich auf Ihren Stuhl oder Hocker, oder Sitzkissen. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich Folgendes vor:

Sie sitzen in einer großen Seerose, deren Blütenblätter durchsichtig und wie gläsern sind. Um Sie herum ist Weite, Unendlichkeit, die nur der Horizont auffängt, unter Ihnen aquamarinblaues Wasser. Sie atmen Frieden und Harmonie. Die Stille wird getragen vom sanften Plätschern des Wassers. Nun erheben sich die gläsernen Blütenblätter Ihrer Seerose, so dass Sie sicher in einer Kugel sitzen, durch die Sie nach außen blicken können.
Die nächste Vorstellung nimmt den negativen Einfluss (wie z.B. Viren, Ängste...) in den Blick, vor dem Sie  sich schützen wollen. Dieses Etwas steht auf einem großen, runden, grünen Seerosenblatt und versucht, an Ihrer Seerosenkugel empor zu klettern. Sie sehen von innen, wie es immer wieder abrutscht, weil das feuchte Glas glitschig ist. Es kann tun, was es will, es erreicht Sie nicht, fällt stets wieder zurück. Irgendwann gibt es auf. Sie beobachten, wie es sich auf sein Blatt setzt und langsam davon treibt. Es wird kleiner und kleiner, bis es am Horizont verschwindet. Sie aber wissen, dass Sie sich in tiefster Geborgenheit befinden.

Bitte öffnen Sie die Augen, und atmen Sie drei- bis fünfmal bewusst ein und aus.

Ich hoffe, dass es Ihnen jetzt so geht wie mir, wenn ich auf einem Tümpel oder Teich Seerosen sehe: Ich glaube stets, sie lächeln mir zu und flüstern: Was ich kann, das kannst Du auch.

Ich lade Sie herzlich dazu ein, diese Meditation für die kommenden vierzehn Tage oder mehr jeden Tag für 5 – 10 Minuten mit wechselnden Angreifern zu praktizieren. Dies ermöglicht Ihnen, dass dieses Bild der Meditation in Ihr Unterbewusstsein gelangt und sich dort ausbreitet.

Miriam Großhennig

 

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Foto: Der Weg der Seerose - Meditation für Schutz und Geborgenheit

Durch die Krise mit Hirn und Herz

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Reaktion liegt unser Wachstum und unsere Freiheit.
Viktor Frankl

 

Wir bemerken in diesen Zeiten eine sich verstärkende Polarisierung unter den Menschen basierend auf verschiedenen Meinungen. Der eine Pol fühlt sich unzulässig in seinen Freiheiten beschränkt, der andere wünscht sich ein größtmögliches Maß an Sicherheit. Der eine Pol fühlt sich von finsteren Mächten bedroht, der andere glaubt, sein Heil in staatlicher Ordnung und objektiver Wissenschaft zu finden. Der Spielraum zwischen diesen Schwarz-Weiß-Positionen scheint zunehmend kleiner zu werden.


Einfache Wahrheiten setzen sich leichter durch, wer die Komplexität einer Krisensituation auf wenige „Schuldige“ reduziert, bekommt Aufmerksamkeit und Zustimmung. Das komplexere Sowohl-als-auch, die ganzheitliche und differenzierte Sicht scheint in angespannten Zeiten schlechte Karten zu haben. Angst verengt den Blick. In der Geschichte gibt es reichlich Beispiele für die Verführung mit einfachen Zuschreibungen in Form des personalisierten „Bösen“.


Neurowissenschaftlich gesehen bevorzugt das Gehirn Routine, Einfachheit und Gewohnheit, schon allein aus Energiespargründen - intensiveres Nachdenken und das Durchdringen von Komplexität bedeuten extra Aufwand und überfordert oft unsere Aufmerksamkeitsspanne. Zudem liebt es der Verstand, wenn seine Sicht der Dinge bestätigt wird. Vor reflexartiger Rechthaberei ist daher niemand gefeit.


Wenn jedoch die Fähigkeit des konstruktiven Diskurses gänzlich verloren geht und nur noch die eigene Meinung als Wahrheit angesehen wird, dann verlieren wir unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Umso wichtiger ist es, nicht nur den Kopf sprechen zu lassen, sondern auf unser Herz zu hören. Das „Herz-Hirn“ kann Gegensätze überbrücken und in Liebe verbinden.
Was ist mir wichtiger: Das Rechthaben und oder das respektvolle Miteinander?


Lasst uns also ein paar Mal tief durchatmen und mehr Sauerstoff in Hirn und Herz  einströmen, bevor wir andere pauschal ins Unrecht setzen und die Polarisierung weiter eskaliert.

 

Andreas Fiedler

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Heilende Nahrungsmittel

Ganz sicher wissen wir, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung essenziell ist, um gesund zu sein und sich fit zu fühlen. Deshalb möchte ich euch  ergänzend meine top heilenden Nahrungsmittel  und Vitalstoffe vorstellen, um euren Körper optimal zu versorgen und noch widerstandsfähiger zu machen.

 

Vitamin D ist für das Immunsystem von herausragender Bedeutung und verringert nachweislich die Infektanfälligkeit. Eine starke Abwehr ohne bestmögliche Vitamin D-Versorgung ist undenkbar.  Bei ausreichender Sonnenbestrahlung kann der Körper den Großteil des benötigten Vitamins (80-90%) selber produzieren. Die Ernährung hat mit etwa 10 bis 20 Prozent nur einen relativ geringen Anteil an der Versorgung mit Vitamin D. Auf der Nordhalbkugel ist eine Substitution (Vitamin D und Vitamin K2)  von September bis April sinnvoll. Bewege dich so oft du kannst bei Tageslicht an der frischen  Luft.

 

B-Vitamine sind als Co-Enzyme an allen Stoffwechselwegen beteiligt. Integriere häufiger mal Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Kichererbsen, Linsen, Brokkoli und Grünkohl  in deinen Speiseplan. Bei B12 ist die Versorgung bei einer vegan/vegetarischen Ernährung nicht gedeckt.  Hier sollte an eine Substitution (B12 und Folsäure (B9))gedacht werden. Falls ihr Weizen vertragt - alkoholfreies Hefeweizen enthält schon 50% des Tagesbedarf an Folsäure.

 

Vitamin C ist als Co-Faktor an über  150 Stoffwechselprozessen beteiligt. Der tägliche Bedarf  liegt bei 200 bis 500 mg. Bei akuten Infektionen vervielfacht sich der oxidative Stress und der Bedarf steigt auf 200 mg pro kg Körpergewicht. Im Krankheitsfall ist die übliche Dosierung ein bis zwei Gramm Vitamin C alle zwei bis drei Stunden je nach Schweregrad. Du kannst nicht überdosieren. Vit. C ist wasserlöslich und wird bei einem Zuviel einfach über die Harnwege ausgeschieden. Kontraindikationen sind  Eisen-Speicher-Krankheit und schwere Nierenerkrankungen. Vitamin C ist in allen Obst-, Gemüsesorten und (Wild-)Kräutern vertreten. Johannisbeeren, Sanddornbeeren, Hagebutten und Acerola haben den höchsten Gehalt.

 

Curcuma  und Ingwer haben eine jahrtausendalte Tradition als Heilmittel. Ihr Curcumin  und Gingerol enthalten eine hohe Konzentration antientzündlicher und schmerzlindernder Verbindungen und können vielversprechend eingesetzt werden bei entzündlichen Gelenkerkrankungen, Arthrose und zur Krebsprophylaxe und auch bei Infekten. Würze dein Essen doch mit mehr exotischen Gewürzen. Tipp: mit einer Prise Pfeffer wird die Wirkung verstärkt. Altbewährt ist die „Heiße-Zitrone“ mit Ingwer bei Infekten oder die „Goldene Milch“.

 

Ganz zum Schluss kommt das Wichtigste: Wasser. Wir bestehen aus bis zu 75% Wasser. Man schätzt, dass wir aus ca. 50 000 Milliarden Zellen bestehen und jede einzelne von denen kann nur ihre Aufgaben erfüllen, wenn sie ausreichend hydriert ist.  Also Trinken nicht vergessen. Du brauchst ca. 40 ml pro Kg Körpergewicht.

 

Mehr Informationen: www.vitalstoff-lexikon.de

 

Stephanie Hustan

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Kühler Kopf in Krisenzeiten

Was immer Sie gerade persönlich erleben – ob Sie ängstlich sind, Ihre Gedanken rasen oder Sie extrem müde sind: das sind ganz normale Reaktionen Ihres Körpers auf eine als bedrohlich und überwältigend wahrgenommene Situation mit einem unsichtbaren Feind. Unser autonomes Nervensystem stellt auf Überlebensmodus um und geht in den Kampf-, Flucht- oder Totstellmodus.
 
Anzeichen von Kampf-oder Fluchtreaktion sind z.B. rasende Gedanken, Hyperaktivität, Schlafprobleme, Reizbarkeit oder Panik. Wenn Fliehen oder Kämpfen keine Option sind, geht der Körper in eine Art Winterschlaf und stellt sich innerlich tot. Er geht in den Totstellmodus und Sie fühlen sich vielleicht extrem müde, hilflos oder sogar depressiv. Im Überlebensmodus fokussiert sich unser Blick nur auf die Bedrohung und unser präfrontaler Cortex, zuständig für die Steuerung unser Handlungen oder das Lösen von Problemen, wird langsam zum Stillstand gebracht. Reaktivität ersetzt bedächtiges Handeln.
Da wir nichts ändern können, was wir nicht vorher wahrnehmen, ist der erste Schritt zur Veränderung und zur Selbstregulation: bewusst wahrzunehmen wo wir uns augenblicklich befinden und was in uns geschieht: Wo stehe ich, wo sitze ich, was fühle ich, wie fühlt sich das im Körper an? Die Orientierung im Raum hilft uns, uns zu erden und das einfache Benennen von Gefühlen kann eine gewisse Distanz zu ihnen zu verschaffen.
Die Angst, die uns erfasst, passiert nicht nur im Gehirn, sondern im ganzen Körper. Unsere Muskeln spannen sich an, insbesondere im Schulter- und Nackenbereich, der Bauch zieht sich zusammen, der Atem wird flach. Wir kollabieren in die Hilflosigkeit.

Wir können dem Körper zum einen die Möglichkeit geben, Erfahrungen zu machen, die denen der Angst und Hilflosigkeit entgegenstehen. Zum anderen geht es darum, die im Körper gespeicherte Kampf-, Flucht- oder Totstell-Energie auf eine behutsame Art und Weise zu entladen, so dass Sie wieder mehr im Hier und Jetzt ankommen können und handlungsfähiger werden.

 

Um das zu erreichen bieten sich folgenden Möglichkeiten an:


Atmen und Tönen
„WU-Ton-Übung: „Atmen Sie normal ein. Beim Ausatmen machen Sie den Ton “WU“. Stellen Sie sich dabei vor, wie der Ton von ganz tief unten im Bauch kommt. Atmen Sie wieder normal ein und wiederholen die Übung 2x. Spüren Sie der Vibration des Tons nach und beobachten Sie, was in Ihnen geschieht.
Singen, „Ohm“, Bienensummen „Brahmari“, Lachen, Pferdelippen, 4x Einatmen, 6 x Ausatmen

Bewegung: Meditation, Yoga, Joggen, Feldenkrais, Tanzen, Springen und Hüpfen, Spielen, Klopfen, Selbstberührung etc.
Suchen Sie sich professionelle Unterstützung durch einen körperorientierten Therapeuten oder Coach, falls alte Traumata hochgespült werden oder unangenehme Gefühle die Überhand gewinnen und die Interventionen zur Selbstregulation nicht greifen oder ausreichen.
Und gehen Sie mitfühlend und geduldig mit sich um. Um von einem Zustand der Angst und Überwältigung zu einem Zustand der inneren Stabilität und “neuer Normalität” zu kommen, bedarf es Geduld, Übung und Mitgefühl mit sich selber – und die Fähigkeit gegebenenfalls um Hilfe zu fragen.


Ariane Füchtner

 

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Reinigen und Wohlfühlen

Als Gesundheitshygiene werden Maßnahmen bezeichnet, die zur Verbesserung oder Aufrechterhaltung des körperlichen, seelischen und geistigen Wohlbefindens beitragen. Es gibt hier eine Menge kleiner Dinge, die ein gesundes Maß an Körperhygiene herstellen und sich gut in den Alltag integrieren lassen. Hier möchte ich einige davon vorstellen.


Körper: Trockenbürstungen der Haut immer Richtung Herz, am Besten an den Füßen anfangen. Höchstens einmal am Tag duschen, mit einer kurzen kalten Schlußabduschung. Den Körper mit einem guten biologischen Hautöl einölen.

 

Hände: Häufiges Händewaschen, mit Seife wäscht die Keime an den Händen ab. Durch das viele Händewaschen wird die Haut extrem beansprucht, deshalb am besten regelmäßig mit einem guten Körperöl oder einer guten Handcreme (auf reiner Pflanzenölbasis) einreiben.

 

Nase: Nasendusche für eine gut funktionierende Nasenschleimhaut. Nasenduschen gibt es in Drogerien oder Apotheken zu kaufen. Sie können dazu entweder portionierte Päckchen mit Emser Salz besorgen und verwenden, oder Sie nehmen pro Durchlauf einen halben Teelöffel jodfreies Meersalz (damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht). Zusätzlich können Sie einen Tropfen eines ätherischen Öles (z.B. Rosengeranie oder Palmarosa) auf das Salz tropfen, das wirkt zusätzlich antiviral und antibakteriell.

 

Mund: Sie können die Viren- und Keim-Anzahl im Mund reduzieren und Ihren Mundraum entgiften.
Mundspülungen mit ätherischen Ölen sind gut für eine funktionierende Mund- und Rachenschleimhaut. Es gibt auch eine wirksame Mischung aus der Apotheke (Salviathymol).
Zunge bürsten, mit der Zahnbürste, von hinten nach vorne. Dadurch werden die Beläge abgetragen, die ein guter Nährboden für Keime sind, die Zunge wird zudem besser durchblutet und der Speichelfluss wird angeregt, was der Mundflora zugute kommt.

 

Kennen Sie das Öl-Ziehen? Eine traditionelle Heilmethode aus dem Ayurveda, welche die Mundflora stärkt, die Zahngesundheit verbessert und allgemein entgiftend wirkt.

Sie brauchen dazu Bio-Öl (geschmacksneutral, also Sonnenblumen- oder Rapsöl, auch Kokosöl geht) und eine Zahnbürste. Vor dem Frühstück nehmen Sie dann einen Esslöffel von dem Öl und behalten es 5 - 10 min. im Mund. Dabei können Sie ab und zu das Öl durch die Zähne ziehen, Sie müssen aber nicht gurgeln. Dann spucken Sie das Öl aus, bitte nicht ins Abwassersystem, sondern in ein Papiertuch. Sie können nun leicht die Beläge auf der Zunge (samt Bakterien und Viren) abbürsten. Die Zunge sieht dann nicht mehr belegt, sondern wieder natürlich rötlich aus. Es können weniger Viren ins Atmungssystem gelangen! Gleichzeitig haben Sie etwas zur Gesunderhaltung Ihres Zahnfleisches getan.

Miriam Großhennig 

 

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Heilpflanzen für starke Nerven

- zum Stressabbau und zur Abwehrstärkung

In einer so tiefgreifend verunsichernden Situation, in der alle individuellen und gesellschaftlichen Sicherheiten und Routinen in Frage stehen und unsere persönliche Freiheit massiv eingeschränkt wird, ist Angst und Stress eine ganz verständliche und natürliche Reaktion. Die Pflanzenheilkunde bietet Handlungsmöglichkeiten, die uns erleichtern mit Stress umzugehen, das Immunsystem stärken und die unseren Schlaf fördern.

 

Im Folgenden stellen wir Euch die wichtigsten Stoffklassen zur Nervenstärkung und Immunstärkung mit Beispielen und Rezepten vor.*

 

Adaptogene helfen uns dabei, mit Stress und Belastungen besser umzugehen und unsere Widerstandskraft zu verbessern, uns an Stresssituationen besser anzupassen (adaptieren). Sie erhöhen die körperliche Leistungsfähigkeit, die Gedächtnisleistung und Konzentration und zudem wirken sie ausgleichend und immunmodulierend.

Pflanzen: Brennessel („Ginseng des Westens“),Rosenwurz, Ginseng, Shisandra, Taigawurzel (auch als günstigere Variante zum Ginseng),Tulsi, Tragantwurzel, Jiagulan, Kava Kava (leider nur als D4 erhältlich).

 

Flavonoide haben sehr unterschiedliche und vielfältige pharmakologische Wirkungen. Allen gemeinsam ist die antiparasitäre, antivirale, antibiotische und antimykotische Wirkung.
Pflanzen: Eberraute, Johanniskraut, Holunder, Weißdorn, Passionsblume, Augentrost.

 

Ätherische Öle: Auch unter den Aromatika gibt es eine weite therapeutische Bandbreite. Nahezu alle Aromatika wirken keimhemmend bzw. keimtötend.
Pflanzen: Thymian, Melisse, Engelwurz, Salbei, Baldrian, Hopfen und Lavendel u.v.m.

 

Bitterstoffe: schmecken bitter! Sie sind sehr wertvoll für unseren Organismus und wichtiger Bestandteil in der Pflanzenheilkunde. Je nach Pflanze wirken sie heilsam auf unseren Magen-Darm-Trakt, unterstützen unser Immunsystem, die Blutbildung, bei Herzkreislauferkrankungen und bei psychovegetativen Störungen.
Pflanzen: Eberrautenkraut, Wermut, Löwenzahn, Brennessel, Artischokke, Ingwer, Fieberklee, Engelwurz, Weißdorn, Meisterwurz.

 

* Heilpflanzen bestehen aus einem Wirkstoffkomplex und sind nicht immer eindeutig einer Stoffklasse zu zuordnen.

Nervenstärkender Tee                                        

Rosenwurz 40g

Johanniskraut 30g

Melisse 20g

Brennnessel 20g

Passionsblume 15g

Weißdorn 15g

Augentrost 15g

Engelwurz 15g

grüner Hafer 10g

 

 


Immun-Abwehr Tee:

Eberrautenkraut 40g

Zistrosenkraut 30g

Thymian 20g

Bergbohnenkraut 10g

Wacholderbeeren 15g

Melisse 15g

Holunderbeeren 15g

Löwenzahn 15g

 

Schlaffördernder Tee:

Lavendel 10g

Melisse 30g

Hopfen 20g

californ. Mohn 40g

Baldrianwurzel 15g

Passionsblume 15g

grüner Hafer 15g

 

Täglich drei Tassen ungesüßt vor dem Essen, ein EL pro Tasse überbrühen und 20 Min. zugedeckt ziehen lassen. Die Tees können 2 bis 3 Monate getrunken werden.
 

Die Tees kann man sich zusammenmischen lassen in der Apotheke.

 

Stephanie Hustan und Miriam Großhennig

 

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Ruhe oder Bewegung? Selbsthilfe in Krisenzeiten

Wie unser Nervensystem funktioniert: Unser Körper reagiert unterbewusst auf die von außen einströmenden Reize. In Krisenmomenten wie zum Beispiel bei einer plötzlich

ausbrechenden Pandemie, reagiert unser Nervensystem oft mit Notfallprogrammen. Folgende stehen zur Verfügung: Flucht, Kampf oder Totstellreaktion.

Ruhe oder Bewegung

Ruhe oder Bewegung

Der erste Schritt zur Regulation ist das Wahrnehmen. Wo stehe ich? Was geschieht mit mir. Dazu ist es hilfreich - einen eigenen Beobachter zu entwickeln.

Je nachdem, welches Muster bei Ihnen vordergründig ist - gibt es verschiedene Übungen zur Regulation.
 

Sandra Hintringer

 

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Foto: oben © pixabay.com, unten Sandra Hintringer

Mut zur Veränderung

Alle sind jetzt herausgefordert und mehr oder weniger verunsichert. Umso drängender ist für jeden Einzelnen sowie auch für die Gesellschaft als Ganzes die Frage, was uns eigentlich zum Tun veranlasst. Welches Leitmotiv bestimmt unser Denken und Handeln? Bin ich getrieben von Ängsten oder lasse ich Unsicherheit zu und öffne mich für das Potenzial in der Situation? 

 

Ein wenig Angst führt zu erhöhter Aufmerksamkeit, Wachsamkeit und Wachheit. Ein Mehr an Angst erzeugt irrationale Handlungen - und Panik erzeugt Schockstarre. Sind wir zu sehr angstgesteuert, so verengt sich unsere Perspektive, wir bekommen einen „Tunnelblick“, wie das Kaninchen vor der Schlange. Die Handlungen, die daraus entstehen, schaffen höchstens kurzfristig Entlastung, langfristig sind sie meistens nicht zielführend. Im Gegenteil: Aus Angst entstehen angstvolle Handlungen (z.B. Hamsterkäufe), die wiederum angstvolle Handlungen nach sich ziehen und verstärken. Es wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt, eine sich selbsterfüllende Prophezeiung. Das kann man im Supermarkt am Klopapier- und Nudelregal sehen genauso wie an der Börse.

Grundsätzlich gibt es immer zwei Optionen:

  1. Ich wende mich ab (Absenz), stecke den Kopf in den Sand und falle zurück
  2. Ich wende mich der Situation zu, nutze die Chance und entwickle mich weiter (Präsenz)

Unterbrechen wir also den Teufelskreis, halten inne und besinnen uns darauf, wer wir sein wollen: Erstarrte Angsthasen oder mutige Menschen, die die Herausforderung zur Weiterentwicklung annehmen. Haben wir keine Angst vor dem leeren Raum, der sich zuerst auftut, wenn wir innehalten. Im Gegenteil: Der leere Raum ist wie die leere Leinwand. Der Ort, an den wir zurückkehren müssen, wenn wir frei werden wollen von Ängsten, die uns gefangen halten.

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch. (Hölderlin)

 

Lassen wir unser Denken vom Vertrauen leiten, dann schaffen wir eine andere Realität, entstehen ganz andere Optionen und Handlungen. Bleiben wir gelassen, weitet sich unser Blick und wir werden kreativ, sehen plötzlich die Chancen in der Krise.
Wir lernen, das was wir haben, wertzuschätzen, die scheinbaren Selbstverständlichkeiten unseres Gemeinwesens, die Grundversorgung mit allem Lebensnotwendigen, etwas wovon ein anderer, großer Teil der Menschheit nur träumen kann. Sehen wir die Chance, uns selbst neu zu entdecken, uns beruflich weiterzuentwickeln, ein neues Betätigungs- oder auch Geschäftsfeld zu entwickeln.

Als Unterstützung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Zur Stabilisierung und Beruhigung: Körperorientierte Behandlungen und Übungen wie z.B. Atemübungen, Yoga, Feldenkrais®, Talmi®-Methode, Fußreflexzonenmassage, Massagen u.v.m

2. Zur Zentrierung und Fokussierung: Achtsamkeitsübungen, geführte Meditationen, Stille-Meditationen, Atem-Meditationen, Geh-Meditationen, Traumreisen, Waldbaden

3. Professionelle Beratung und Coaching (z.T. 100% staatlich gefördert) zur beruflichen und geschäftlichen Neu-Positionierung.

Jede Krise hat zwei Seiten: die Dinge, die wir loslassen müssen und die Dinge, die sich abzeichnen. Mehr oder weniger aus der Not heraus oder einfach aus dem Innehalten und der so gewonnenen Freiheit, das Überflüssige loszulassen, das Wesentliche zu erkennen und daraus zu handeln.

Wenn wir alles, was nicht wesentlich ist, loslassen - was bleibt dann noch übrig?
Vielleicht das lebensfördernde Schöpfertum, das jedem von uns innewohnt …

Andreas Fiedler 

 

Foto zur Meldung: Mut zur Veränderung
Foto: © pixabay.com

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