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Trauer

Trauer ist die Gefühlskraft in uns, durch die wir, früher oder später, einen Verlust annehmen und bewältigen und zu einem neuen Gleichgewicht in unserem Leben finden. Je größer und schmerzhafter ein Verlust ist, um so mehr trauern wir. Dabei erfasst Trauer den ganzen Menschen – Seele, Körper und Geist und zeigt auf allen drei Ebenen Auswirkungen. Wir reagieren auf einen Verlust mit einer Vielzahl von Gefühlen wie Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Angst, aber manchmal auch Erleichterung. Auf der körperlichen Ebene kann es zu Symptomen wie Schlaflosigkeit, Kraftlosigkeit bis hin zu Atemnot und Herzschmerzen kommen. Dass auch der Geist beeinflusst ist, zeigt sich z.B. in Konzentrationsschwierigkeiten, Verwirrtheit, Vergesslichkeit. Wenn wir trauern, verändert sich auch unser Verhalten: wir erstarren oder verfallen in Aktionismus, werden aggressiv oder depressiv, ziehen uns zurück oder konsumieren Suchtmittel.

Der Mensch hat die natürliche Fähigkeit zum Trauern und die meisten Trauernden verfügen über die nötigen Ressourcen, sogar mit schlimmen Verlusten umzugehen. Dennoch kann die Unterstützung durch eine professionelle Trauerbegleitung hilfreich sein. TrauerbegleiterInnen sind dabei wie ReisebegleiterInnen  an der Seite der Trauernden auf deren eigenen Weg durch die Trauer. Sie sind in erster Linie einfach da und hören wertfrei und einfühlsam zu, helfen beim Sortieren der oft verwirrten Gedanken, geben Impulse für einen kreativen Umgang mit der Trauer oder beim Finden ganz persönlicher Trauerrituale.
Manchmal wird Trauer auch zu „komplizierter“ oder „pathologischer“ Trauer. Dann bedarf es therapeutischer Begleitung.

Trauer(n) ist so vielfältig und individuell, wie die Menschen sind, deshalb gibt es hier kein „richtig“ oder „falsch“. Aber immer gilt: Trauer wird nur besser durch Trauern.

 

Daniela Berg

 

Petra Foidl

Remise/Werkstatt für Clownforschung

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