Heilpflanzen für Krisenzeiten

Immer mal wieder im Leben stehen wir vor Zeiten oder Situationen, die uns herausfordern und verunsichern. Mal sind es Situationen, die wir selbst herbeiführen (Umzug, Arbeitsplatzwechsel, Trennung) und dann gibt es Situationen, in die wir hineingeworfen werden, in denen wir z.B.  jemand oder etwas verlieren (Angehörige, Partner…). Solche Ereignisse erzeugen in der Regel Stress, Anspannung, innere Unruhe, Schlaf- und/ oder Konzentrationsstörungen.


Wie schön ist es da zu wissen, dass es in solchen Momenten unterstützende Begleiter aus der Pflanzenwelt für uns gibt. Pflanzen entwickeln auch aus Stresssituationen und Gefahren heraus Abwehrstoffe, um ihr Überleben zu schützen. Diese kommen uns in verschiedener Weise zugute.


Hier möchte ich einige vorstellen, die hilfreich für uns sein können, in Momenten, in denen es schwerfällt, in die Gelassenheit zurückzukehren oder wir eine wirksame Unterstützung für unser Immunsystem gegen Krankheitserreger brauchen.

 

In einer Mischung ergänzen sich die Wirkstoffe der Pflanzen in der Regel sogar und sorgen für ein breiteres Wirkspektrum.

 

Aufbauende Teemischung

 

Engelwurz - Angelika Archangelika  10 g
Rosenwurz   -  Rhodiola rosea  15 g
Johanniskraut  - Hypericum perforatum  10 g
Melisse   -   Melissa officinalis  20 g
Passionsblume  - Passiflora incarnata  20 g
Grüner Hafer  - Avena sativa 15 g
Beifuß  - Artemisia  vulgaris  10 g
Herzgespann - Leonurus cardiaca  10 g

(100 g)

 

Die Engelwurz wirkt mit ihrer genialen Kombination von Bitterstoffen in Verbindung mit ausgleichenden und beruhigenden Komponenten, haltgebend, nervenberuhigend, psychisch stabilisierend und innere Sicherheit gebend. Sie ist eine große Schutzpflanze (doppelter Engel im Namen: Angelica Archangelica).

Die Rosenwurz ist als „Durchhalter“-Pflanze ein hervorragendes Mittel zur allgemeinen Nervenstärkung. Sie hat zudem eine zellschützende Wirkung vor dem Angriff freier Radikale und sie stimuliert Signalsubstanzen der Nervenzellen, was die Wahrnehmung, Lern- und Erinnerungsfähigkeit verbessert.

 

Das Johanniskraut wird auch als „eingefangenes Licht“ bezeichnet. Es hat eine entspannende Wirkung durch Veränderungen der Gehirnströme. Es gilt als ein Antidepressivum und mildes Neuroleptikum.

 

Die Melisse schützt besonders gegen Reizeinflüsse von außen, sie hat gleichzeitig eine milde beruhigende Wirkung, ist ein Nervenheilmittel.


Die Passionsblume hat zwei Wirkungen: a) stimmungsaufhellend, b) beruhigend. Sie kurbelt die Nerventätigkeit an und gleichzeitig beruhigt sie den Organismus. z.B. bei Unruhezuständen und vegetativer Dysfunktion, und sie dient als Ein- und Durchschlafhilfe.

 

Der grüne Hafer ist ein  „Abschirmmittel“, für Menschen die sich nicht gut abgrenzen können. Er hat eine stärkende Wirkung auf das Nervensystem, gerade auch für Menschen, die hypersensibel auf die Außenwelt reagieren.

 

Der Beifuß zeichnet sich durch seine entkrampfende, beruhigende und verdauungsfördernde Wirkung aus. Neben seinen heilenden Wirkungen auf verschiedene Frauenleiden stärkt er auch die Fähigkeit, sich auf Übergänge einzulassen, für Neues zu begeistern und Altes hinter sich zu lassen.  

            
Herzgespann:
„Es gibt kein besseres Kraut, wenn es gilt, die Schleier der Melancholie vom Herzen zu heben, es zu stärken und das Gemüt fröhlich und munter zu stimmen.“ (Nicholas Culpeper, 1653)
Besser kann die seelische Wirkung des Herzgespanns nicht beschrieben werden. Auf den Organismus wirkt es krampflösend, entblähend, herzstärkend, menstruationsfördernd und entspannend.

 

Miriam Großhennig

 

 

Bild zur Meldung: © FinjaM auf Pixabay

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