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Natur erleben mit Gänsehaut

Wenn ich einen Waldspaziergang mache, gehe ich langsam, sehe und lausche was um mich herum gerade geschieht. Ich spüre den Wind auf meiner Haut, den Geruch von feuchtem Wald, beobachte Tiere, Bäume, Pilze. Nehme mit all meinen Sinnen so viel wie möglich in mich auf. Mir kommen Tränen, weil ich tief berührt bin von dem Gefühl der Verbundenheit,

 

Kürzlich entdeckte ich einen riesengroßen Ameisenhaufen. Ich fürchte mich vor Ameisen, bekomme sofort eine Gänsehaut, würde mich am liebsten zurückziehen. Dann hörte ich: „Geh dorthin, wovor du am meisten Angst hast“. Ich näherte mich, mit ein wenig Unbehagen und dem nötigen Abstand für mich und die Ameisenkolonie. Ich schaute neugierig mit Distanz und erforschte, ob ich Nähe herstellen kann.

 

Schon konnte ich an meinen Füßen spüren, dass ich auf dem Weg der Ameisenkolonie stand und natürlich einige Ameisen über meine Füße liefen.

Ich würde mein eigenes Experiment fortführen, indem ich still blieb, atmete und fühlte.

 

Eine Stimme sagte: „Lauf weg!“, eine andere sagte: „die sind so klein, sie können dir gar nichts.“ Natürlich fanden es die Ameisen nicht lustig, dass ich in ihrem Weg stand und haben mich dementsprechend attackiert. Das hielt ich nicht lange aus und beschloss, noch einige Schritte weiter zurück zu gehen, noch einmal aus der Ferne zu schauen und zu fühlen. Ich fand mich mutig, fühlte mich lebendig und beschloss, in Zukunft öfter mal bei den Ameisen vorbei zu schauen, um noch mehr von ihnen zu lernen.

 

Saleha Ruck

 

 

Bild zur Meldung: © pixabay.com

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