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Du hast einen Wunsch frei

Wem hast du in den letzten zwei oder drei Tagen Wünsche erfüllt? Einem Kollegen vielleicht, indem du seine E-Mail gleich als erstes beantwortet hast, weil du wusstest, dass er dringend eine Antwort braucht? Sicher auch deinen Kindern, wenn du welche hast.

Wie wäre es, wenn heute du einen Wunsch frei hast? Und speziell das Kind in dir?

 

Sicher kennst du den Begriff des Inneren Kindes. Es ist der Teil von dir, in dem all deine Erfahrungen, Erinnerungen und Sehnsüchte aus der Kindheit gespeichert sind. Die Frage ist: Warum sollte man sich damit beschäftigen - und wie?

 

Wenn in dir deine Kindheit gespeichert ist, dann auch alle Erinnerungen an das Verhalten deiner Eltern und anderer wichtiger Erwachsener. Und wenn sie oft streng waren oder manchmal sehr abwesend, dann ist ein Teil von dir immer noch traurig oder unsicher.
Das Gute ist: Du bist heute erwachsen und kannst jetzt sozusagen für dich die Eltern sein, die du dir in solchen Momenten gewünscht hättest. Du kannst Fürsorge nachholen und dir Wünsche erfüllen.

 

Wie kann das gehen?

 

Stelle dir dazu vor: du als Kind stehst oder sitzt jetzt gerade neben dir. Wie alt ist das Kind, das auftaucht?


 

Siehst du es deutlich vor dir? Wenn dir das nicht so leicht fällt, kannst du nachher auch mal in einem alten Fotoalbum blättern und ein Bild von dir heraussuchen.

 

Ich lade dich ein, dir jetzt einfach vorzustellen, dass ihr euch anlächelt, vielleicht fasst ihr euch an den Händen oder dein Kind möchte auf deinem Schoß sitzen. Du kannst ihm sagen, dass es heute Wünsche äußern darf.

 

Vorschlag 1: Wenn du vor dem Kleiderschrank stehst, heute oder morgen, frage es: Was möchtest du gern anziehen? Welche Farbe magst du? Es kann sein, dass dir ein Kleidungsstück ins Auge springt, das dein erwachsenes Ich als „zu schick“ oder „nicht warm genug“ ausschließen würde. Wähle es trotzdem!

Vorschlag 2: Frage dein Kind beim Einkaufen im Supermarkt innerlich, worauf es Lust hat. Erlaube ihm, sich etwas auszusuchen, was nicht auf deinem Zettel stand.

Vorschlag 3: Wer bestimmt die Filmauswahl? Vielleicht will das Kind in dir mal wieder einen Disneyfilm sehen. Oder eine Fernsehserie, die es früher sehr mochte. Lass dich überraschen.


Du musst nicht immer pflichtbewusst, logisch und vernünftig sein. Hol dir ein Stück Leichtigkeit zurück! Ich wünsche dir schöne Momente mit dem Kind in dir.

 

Sophie Forkel

 

 

 

 

 

Bild zur Meldung: © Annie Spratt auf Unsplash

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