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Coffee To Veda - Ayurvedische Variationen unseres Lieblingsgetränks

Vom Orient zum Okzident verbindet Kaffee alle Kulturen dieser Erde. Warum sollte man nicht das ayurvedische Ernährungsprinzip anhand von Kaffee erklären können? Ich lade Sie ein, mit mir in die Magie des Kaffees einzutauchen.

 

Starten wir mit dem Duft der schwarzen Kaffeebohne. Er ist bittersüß mit einer adstringierenden Wirkung im hinteren Teil unserer Nase. Er klärt beim tiefen Einatmen den Geist und mobilisiert unser Belohnungssystem im Thalamus. Mit dem Kaffee lassen sich sofort Bilder des Genusses, der Entspannung und des Bewusstseins aufbauen, welche sich in einem tiefen Seufzen nach außen entladen lassen.

 

Aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften – schwarz und auf nüchternen Magen getrunken – den Stoffwechsel zu mobilisieren und die Schleimhäute zunächst auf positive Weise anzuregen, erlangen wir einen neuen Blickwinkel beim Betrachten unserer ungeputzten Zunge am Morgen vor dem Kaffeegenuss. Der über Nacht entstandene Zungenbelag ist der Belag des Unverdauten. Haben wir den Kaffee getrunken und betrachten unsere Zunge erneut, ist er bei einer gesunden Person wie von Zauberhand verschwunden. Das Verdauungsfeuer wurde durch den Kaffee angeregt. Die Schleimhäute haben ihre Stoffe freigesetzt, um Unverdautes zu beseitigen.

 

Fügt man dem Kaffee nun Milch hinzu, verliert zwar der Kaffee seine Durchschlagskraft, jedoch sorgt die Milch aufgrund ihrer Eigenschaften der Kühlung, des Schutzes und des Nährens zu einer

 

Schonung der Schleimhäute und einer Schonung und Nährung des Nervensystems. Bei starker nervlicher Belastung und starken vegetativen Symptomen wäre also ein Milchkaffee dem schwarzen Kaffee vorzuziehen.

 

Der Zucker, in Form von echtem, unbehandeltem Vollrohrzucker kann vom Organismus komplett verdaut werden und landet nicht wie sein blasser Bruder, der raffinierte Weißzucker, als Ablagerung im System. Vollrohrzucker unterstützt und nährt überdies Denkprozesse im besonderen Maße.

Das Hinzufügen von Gewürzen wie Kurkuma, Kardamom und Zimt ist schwer in Mode geraten. Sie gehören zur Familie der scharfen, süßen und adstringierenden Gewürze. Sie wirken austrocknend wie der Kaffee und sollten bei Pathologien mit starkem Hitzegefühl, Schmerz, aber auch Zorn und Wut, nicht mit dem Kaffee kombiniert werden.

Wirklich echte Umstimmungsmittel im Ayurveda sind Rosenblüten oder Safran. Ein Blick auf das ehemals große persische Reich lässt die Verbindung zum Ayurveda erahnen. Mit „Gahwa“, einer arabischen Symphonie in Schwarz – bestehend aus der besten Kaffeebohne, Rosenwasser und Safran – wird das ayurvedische Prinzip der ausgleichenden Elemente par excellence zu Ende gedacht.

 

Wer es gerne süß mag, bedient sich einer Medjool-Dattel als Süßungsmittel. Meine Lieblingsvariante ist allerdings ein Dattel-Pistazien-Mus, das als Beigabe zum Kaffee gereicht wird. Das Mus schmeckt auch vorzüglich zu einem einfachen Espresso - mit und ohne Grappa.

 

Gabriele Oppermann

 

 

Bild zur Meldung: Coffee To Veda - Ayurvedische Variationen unseres Lieblingsgetränks

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