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Was uns er-nährt

Bei dem Thema Ernährung kann man sich heutzutage verlieren. Wir haben nicht nur ein Überangebot an Nahrungsmitteln, sondern auch an Theorien darüber, wie wir uns „richtig“ ernähren sollten.

 

Ich möchte im Folgenden einen Schritt zurück gehen und fragen, was uns, neben der täglichen Nahrung, noch er-nähren kann.

 

Denn, angefangen beim Stillen (oder bereits im Mutterleib?), ernährt uns die Nahrungszufuhr nicht nur, sondern sie nährt uns auch. Nahrung ist somit auch die Körperwärme, der Geruch der Mutter (oder eine andere Person, die das Stillen oder Er-nähren übernimmt), die Nähe zu ihr und die Regelmäßigkeit des Er-nährens. Das heißt also, dass uns nicht nur die Nahrung ernährt, sondern auch die Fürsorge, die damit einher geht. 

 

Wenn wir dann “groß und stark” sind, ist es üblicherweise nicht mehr so, dass wir in dieser Form von anderen genährt und umsorgt werden. Wir haben die Verantwortung für uns selbst übernommen. 

 

Haben wir? Wie selbstfürsorglich gehen wir mit uns um? Nährt uns, was wir tun? Ein Anfangsschritt zur Umsetzung von nährender Selbstfürsorge besteht darin, herauszufinden, wie man sich bereits jetzt um sich selbst kümmert.

 

Wie sorgst Du für Dein körperliches Wohl? Was für Dinge tust Du, die Deinen Körper nähren? (Sport, Massage, Tee, Natur erleben, frische Luft, Essen - so, wie es Dir gut tut, mehr Schlaf, ein heißes Bad, …)

 

 

Wie sorgst du für Dein geistiges Wohl? Gönnst Du Dir Auszeiten vom ständigen Denken? (ein Buch lesen, Podcasts hören, Gespräche, Spiele, Meditation, …)

 

Welcher Art sind Deine Gedanken? Sind sie nährend oder verurteilst Du Dich? (weniger streng sein, loben, Nicht-Identifizieren mit den Gedanken, …)

 

Wie sorgst du noch seelisch oder auch emotional für Dich? Durch wen oder was erhältst Du Trost? (Tagebuch schreiben, Genießen von schönen Momenten, liebevoll und zärtlich sein mit nahen Menschen oder Haustieren, Hilfe annehmen, …)

 

Wie nährend sind Deine sozialen Kontakte für Dich? (offen reden, gemeinsame Unternehmungen, Pflege von Freundschaft, Unterstützung, Wohlgesonnenheit, Wertschätzung, …)

 

Führst Du Dein Leben so, wie Du es wirklich möchtest? Lebst Du Deine eigenen Werte? Was kannst Du tun, um Dein Leben nährender für Dich zu gestalten? 

 

Kleine Schritte sind häufig die größten. Du könntest Dir auf Zettelchen schreiben, was Du gerne tust und was Dir gut tut. Lege sie dann in eine Schachtel oder ähnliches und ziehe einen Zettel, wenn es Dir mal nicht so gut gehen sollte. Tue dann, was darauf steht. 

Viel Freude bei der Selbst-Er-Nährung!

 

 

Katharina Höricke

 

 

Bild zur Meldung: © Yerlin Matu auf Unsplash.com

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