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Darauf reagiere ich allergisch - eine wirksame Metapher?

Bei der Frage, wie ich die Themen Allergie und Unverträglichkeit mit meinen Hauptthemen Hochsensibilität und Achtsamkeit zusammenbringen kann, dachte ich mir, dass sich die thematische Essenz sicher in den Impulsen meiner Kolleg*innen dieses Netzwerkes hier wieder finden lässt. Nun könnte ich schreiben, dass hochsensible Personen eher zu Allergien und Unverträglichkeiten neigen, da ihr Nervensystem besonders reizempfindsam ist. Damit würde sich das Thema für mich an dieser Stelle bereits erschöpfen. Also habe ich mir überlegt, eine kleine Geschichte aus meinem Leben zu erzählen. Vielleicht ist dies auf andere Art hilfreich für Dich.

 

Es war Sommer und ich las von Sylvia Harke „Wenn Frauen zu viel spüren. Schutz und Stärkung für Hochsensible“. Sie schrieb, sie habe auch einige „Kontaktallergien“ bei sich beobachtet. Ich wusste nicht, was das ist und schlug es nach. Bei der Kontaktallergie reagiert die Haut auf bestimmte Substanzen. Dabei kann die Haut anfangen zu jucken, es können sich Bläschen bilden, sie rötet sich höchstwahrscheinlich und sie kann nässen.


Eines Tages fuhr ich mit dem Fahrrad nachmittags durch Berlin-Kreuzberg. Die Sonne schien, ich schwitzte leicht auf dem Fahrrad und bemerkte ein unangenehmes Jucken auf den Armen.

Daraufhin zog ich meine ziemlich knallgrüne, dünne Jacke aus und sah auf meinen Armen kleine rote Punkte, von denen das Jucken stammte. Eine Kontaktallergie! Das hatte ich zuvor noch nie! Ich fragte mich, weshalb sie genau jetzt auftrat, wo ich doch gerade erst davon gelesen hatte?

 

Wie stark können wir durch unser Denken unseren Körper beeinflussen? Oder war es Zufall, dass es nach dem Lesen davon geschah? Wir können mit unseren Gedanken einen großen Einfluss auf unseren Körper ausüben. Uns reicht bereits der Gedanke an Kaffee, um eine entsprechende anregende Reaktion im Körper auszulösen.

 

Da ist die Frage naheliegend, ob ich das mit der Kontaktallergie nicht einfach wieder rückgängig machen kann, wenn ich es selbst ausgelöst haben sollte. Da bemerke ich sofort einen Widerstand: Ich will dieses unnatürliche Material gar nicht auf meiner Haut haben! Ich verspüre sogar einen leichten Ekel. Tja, in diesem Fall wäre wohl eine ganze Menge Glaubenssatzarbeit nötig, damit ich wieder in Kontakt mit diesem Material gehen kann, ohne darauf so zu reagieren. Ich habe es mir allerdings leichter gemacht und die Klamotten mit Polyester einfach aussortiert.

 

Katharina Höricke

 

 

Bild zur Meldung: Diana Polekhina auf Unsplash.com

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