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Wunderwerk Körper – faszinierendes Zusammenspiel

Was passiert, wenn der Körper in Bewegung kommt, welche vielfältigen Prozesse werden in Gang gesetzt. Auf dieses faszinierende Wunderwerk wollen wir hier etwas genauer eingehen, um etwas mehr Bewusstheit für die alltäglichen Meisterleistungen unseres Körpers zu schaffen.
Mit Hilfe des Skeletts (Knochen, Gelenke und Bänder) kann der Mensch sich aufrecht halten und mit der Skelettmuskulatur (Muskeln und Sehnen) als Teil des Bewegungsapparates kann er sich fortbewegen.
Für diese Bewegungsfunktion der Muskeln wird Treibstoff benötigt – Stoffwechselprodukte wie Fettsäuren und Glukose werden dazu aus ihren Depots freigesetzt und in Energie umgewandelt.
Unser gesamter Bewegungsapparat besteht aus Skelett, Muskeln, Faszien, Bändern, Gelenken und allen umliegenden versorgenden und entsorgenden Organen, Lymphbahnen und Gefäßen. All diese Komponenten bilden ein dynamisches Ganzes.  Erst durch Bewegung kommt das gesamte System in einen produktiven Austausch und erreichen die Stoffwechselprozesse wie auch die Durchblutung ein gesundes Niveau.
Durch Bewegung steigt auch die Temperatur. Mit dem Schweiß, der durch unsere Poren ausgeschieden wird und verdunstet, kühlt sich unser System herunter und gleichzeitig werden Säuren und Giftstoffe ausgeschieden. Nebenbei wird durch diese natürliche ‘Klimaanlage’ vermieden, dass wir Fieber bekommen, wenn wir uns anstrengen.
Der nächste Bereich, der durch die Bewegung erst richtig in Gang kommt ist die Atmung.

Sie ‚vertieft‘ sich, es kommt zu einem erhöhten Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid.

Ein arbeitender Muskel benötigt mehr Sauerstoff und Energie und produziert mehr Abfallstoffe, wie z.B. Kohlendioxid.
Sauerstoff und Energie (in Form von Glukose und Fettsäuren) werden über den Blutstrom zu den einzelnen Muskelzellen transportiert.  
Die Endprodukte (Kohlendioxid und Wasser) des Energiestoffwechsels werden aus den Zellen über den Blutkreislauf abtransportiert.
Je harmonischer dieses Zusammenspiel geschieht, desto optimaler funktioniert auch das Verhältnis von An- und Abtransport - d.h. es bleiben keine ‚Abfallstoffe‘ irgendwo hängen.
Andersherum ist ein Mangel an Bewegung kontraproduktiv für den gesamten Energiestoffwechsel. Denn das Prinzip “Use it or lose it” gilt für alle Bereiche: Der Körper kann es sich nicht leisten, Energie zu verschwenden, in dem er Muskelzellen oder andere Zellen produziert und instand hält, die nichts zum Gesamtorganismus beitragen. Bei Inaktivität wird Muskelmasse und -funktionalität daher ziemlich schnell abgebaut.
Auch neue Gehirnzellen werden weniger produziert, wenn der Mensch körperlich passiv ist.


Alles in allem also sehr viele gute Gründe, immer wieder kleine und größere Bewegungseinheiten in den Alltag einzubauen. Auch wenn es nur der Gang zum Briefkasten ist - oder auch ein paar Schritte mehr.

 

Miriam Großhennig

 

 

Bild zur Meldung: © pixabay.com

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