Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Besitzen wir einen Apparat, der uns bewegt?

Die meisten von uns werden noch mit der Vorstellung groß geworden sein, dass der Körper mit seinem Bewegungsapparat eher etwas Technisches als etwas Lebendiges   ist. Schon allein das Wort Bewegungs-Apparat spricht hier für sich. Als Apparat hat er zu funktionieren und wenn er schmerzt, kann man eine Tablette nehmen.

Laut der ganzheitlichen Medizin ist Krankheit nicht die erste Reaktion des Körpers auf ein Ungleichgewicht, sondern sie ist bereits das Ergebnis dieses Ungleichgewichts. Damit Krankheit erst gar nicht entsteht, braucht es eine achtsame Beziehung zum eigenen Körper und zum eigenen „Bewegungsapparat“. Doch wie fängt man damit an?

 

Um achtsamer mit Dir, Deinem Körper und Deinem Bewegungsapparat umzugehen, bringe zuerst mehr Bewusstsein in diese Beziehung. Folgende Fragen kannst Du Dir dafür stellen:

Welche Bedeutung hat Dein Körper mit seinem Bewegungsapparat für Dich? Erfüllt er eher eine funktionale Aufgabe oder stehst Du in verbundener Beziehung zu ihm? Inwiefern schenkst Du Deinem Körper Aufmerksamkeit? Was sind die Signale Deines Körpers und wie reagierst Du auf diese?

Verurteile Dich nicht dafür, falls Du unachtsam mit Deinem Körper umgehst, sondern bleibe in einer möglichst neutralen Beobachtung. Ein Ver- und Beurteilen bringt Dich nicht weiter, sondern lenkt nur von Deiner Bewusstwerdung ab.

Also wieder zurück zum Körper:

Du kannst Dich jederzeit fragen, wie sich Dein Körper gerade anfühlt. Du kannst auch die Personen in Deinem näheren Umfeld befragen.

 

Wie fühlt es sich an, wenn man Dich umarmt? Ist dein Körper eher weich oder fühlt er sich für andere eher hart an? Wie ist deine Körperhaltung? Eher gebückt oder aufrecht? Stehst Du meist gleichmäßig auf beiden Beinen oder wird eine Hüfte stärker belastet?

 

Unser Körper kommuniziert permanent mit uns. Schmerzen machen dabei das wichtigste Signal aus. Sie sind überlebenswichtig. Daher sollten wir die Signale achten und die Ursachen für sie herausfinden.

Unser Körper ist außerdem ein System, dessen Teile nicht getrennt voneinander betrachtet werden können. Er ist eben kein Apparat, dessen Einzelteile man ersetzten oder reparieren kann. Alles hängt miteinander zusammen. Schmerzen sind daher nicht nur lokal zu betrachten, sondern als Zeichen dafür, dass etwas in der gesamten Lebenseinstellung nicht stimmen könnte. Mit der Hilfe von Achtsamkeit kannst Du Deine Lebensführung reflektieren und die Signale Deines Körpers kennen und achten lernen.

 

Katharina Höricke

 

 

Bild zur Meldung: © pixabay.com

Kalender

Nachrichten

Etage 3

Remise/Werkstatt für Clownforschung

Stadtteilnetzwerk

Logo_hell