Hinter einer Maske leichter atmen

Viele Menschen empfinden das Tragen einer Maske als unangenehm. Menschen mit Asthma oder anderen Atembeschwerden, Brillenträger, Senioren oder Menschen mit Angst- oder Kommunikations-schwierigkeiten stehen vor einer großen Herausforderung.

Viele haben das Gefühl, nicht genug Sauerstoff bekommen oder sind von der beschlagenen Brille genervt. Die Nase kann verstopfen und der Rachen trocken werden. Die Atmung kann unregelmäßig oder flach werden. Stress kann zunehmen. Einige Maskenträger atmen durch den Mund, um mehr Luft zu bekommen. Der Mund dient jedoch zum Sprechen und Essen, das Atmen erfolgt am besten über die Nase.

Denn die Nasenatmung ist effizienter als die Mundatmung. Die Nebenhöhlen erzeugen Widerstand, erhöhen den Druck in der Lunge und damit auch die Sauerstoffaufnahme. Die Nasenatmung erhöht die Erweiterung der Blutgefäße und damit die Sauerstoffaufnahme und -freisetzung. Dies wird durch Stickoxid (NO) beeinflusst, das in den Nebenhöhlen produziert wird. NO spielt eine Rolle im Immunsystem, da der Körper es verwendet, um antimikrobielle Wirkstoffe zu erzeugen. Währenddessen stößt die Mundatmung mehr Kohlendioxid (CO2) aus. Niedrigere CO2-Werte verringern die Freisetzung von Sauerstoff aus dem Blut in die Muskeln.


Die Nebenhöhlen spielen eine weitere Rolle beim Herausfiltern von Krankheitserregern aus der Luft. Sie erwärmen kalte Winterluft und die Nasenschleimhaut befeuchtet sie, bevor sie die Lunge erreicht. Mundatmung atmet mehr Feuchtigkeit aus und die Brille beschlägt schneller. Währenddessen versucht das Gehirn, den Luftstrom zu verlangsamen, indem es Schleim produziert, der die Nase blockieren kann.

Eine erhöhte Atemfrequenz kann Symptome wie Asthma und Bluthochdruck negativ beeinflussen.

 

Durch diese einfache Übung kann man die Qualität der Atmung spürbar steigern:

 

Mit Ihrer Maske in der Nähe legen Sie sich hin oder setzen Sie sich auf einen Stuhl. Atmen Sie einige Minuten lang ruhig und natürlich durch die Nase. Achten Sie auf die Länge der Ein- und Ausatmungen. Beachten Sie, dass Sie immer länger werden.

Achten Sie als nächstes auf die Pause, die nach dem Ausatmen auftritt. Merken Sie, ob es etwas länger werden kann, vielleicht sogar so lange wie das Ein- und Ausatmen, sodass alle drei Teile lang sind. Lassen Sie Ihren Körper während dieser Pause entspannen.

Als nächstes spüren Sie, wie die Luft vom hinteren Teil der Nase über die Luftröhre in die Lunge strömt. Achten Sie darauf, wie sich der hintere Teil Ihrer Lunge aufblasen kann, wie Ihr Rücken auf dem Boden oder gegen den Stuhl breit werden kann.

Setzen Sie nach fünf Minuten Ihre Maske auf und atmen Sie auf die gleiche Weise ruhig durch die Nase weiter. Diese ruhige, langsame und tiefe Atmung ist effizienter und gesünder als eine schnelle, flache Atmung. Versuchen Sie, sich an diese Art des Atmens immer wieder zu erinnern, wenn Sie Ihre Maske in der Öffentlichkeit tragen.

 

 

Ben Parsons

 

 

Bild zur Meldung: © pixabay.com

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