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Heilpflanzen für die Atemwege

Winterzeit ist auch Erkältungszeit. Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Menschen weswegen ein Arzt aufgesucht wird. Eine wichtige Schutzfunktion gegen Infektionen stellt die physiologische Schleimhautflora des Atmungstraktes dar. Dieses ist mit einem Flimmerepithel ausgestattet und übernimmt mit einer Frequenz von 600-900 Schlägen pro Sekunde eine „ziliäre Clearance-Funktion“, sprich eine reinigende Funktion. Unterschiedlichste Faktoren wie Antibiotika, Zigaretten, Allergene, zu trockene Luft oder ein bereits angeschlagenes Immunsystem können dieses System beeinträchtigen und Angriffsfläche für verschiedene Keime bilden. Husten, Schnupfen und Fieber sind bereits Abwehrmechanismen unseres Immunsystems, um den eingedrungenen Keimen den Garaus zu machen. Diese Symptome sollten nur in Ausnahmefällen unterdrückt werden. Die bei Atemwegserkrankungen eingesetzten Arzneidrogen sind sehr gut erforscht. Vielfältig wirksam als schweißtreibende, anti-entzündliche, hustenreizstillende, schleimbildende, auswurffördernde, immunstimulierende, krampflösende, schmerzlindernde und antibiotische Phythotherapeutika  unterstützen sie den Heilungsprozess.

 

 

Bei unproduktivem, trockenen Reizhusten werden schleimbildende Arzneipflanzen wie Eibisch, Isländisch Moos, Malve, Königskerze und Spitzwegerich empfohlen. Ätherisch-Öl-Drogen wie Anis, Engelwurz, Thymian, Kiefernadel und Andorn werden bei produktivem verschleimtem Husten verwendet. Auch seifenhaltige Pflanzen wie Efeu, Schlüsselblume, Seifenkraut und Süßholz lösen zusätzlich Schleim in Hals und Bronchien. Krampfartigen Husten kann man am besten mit Efeu, Thymian, Dost und Sonnentau lösen.  Zu den Heilpflanzen, die das Eindringen von Keimen behindern können, indem sie Haut- und Schleimhautporen schließen, gehören Brombeerblätter, Eichenrinde, Gänsefingerkraut, Myrrhe und Tormentillwurzel.                                                                                                             Die meisten der genannten Pflanzen haben auch übergreifende Wirkungen zwischen den drei Kategorien, d.h. sie können gleichzeitig schleimlösend wirken und einen Hustenreiz stillen, oder vielleicht auch eine porenschließende Wirkung haben. In der Regel unterstützen sich in Teemischungen verschiedene Pflanzen in ihrer Wirkweise, so dass es empfehlenswert ist, sie miteinander zu kombinieren.

Unterstützender Hustentee:
Thymiankraut 25 g                                   
Fenchelsamen gestoßen 25 g       
Spitzwegerichkraut 20 g                     
Kamillenblüten 10 g                                 
Anisfrüchte gestoßen 20 g

Nasennebenhöhlen-Befreiungstee:
Thymiankraut 15g                               
Schlüsselblumenblüten 20g                                              
Holunderblüten 30g                          
Löwenzahnwurzel 20g                                  
Andorn 5g

 

Zur Anwendung empfiehlt sich drei Tassen täglich ungesüßt vor dem Essen mit einen Esslöffel pro Tasse (150ml) zu überbrühen und 10 Minuten ziehen zu lassen. Mehrmals täglich trinken.

Bei Unsicherheiten, unklaren und langanhaltenden Beschwerden und zur Sicherung von Diagnosen suchen Sie bitte einen Arzt/in oder Heilpraktiker/in auf!      

 

 

Miriam Großhennig und Stephanie Hustan                         

 

 

Bild zur Meldung: © pixabay.com

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