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Heilpflanzen für Nieren und Blase

Neben der Leber gehören die Nieren und die Blase zu den wichtigsten Ausscheidungsorganen in unserem Organismus. Die Leber wandelt giftige Substanzen in harnpflichtige Stoffe um, die anschließend über die Nieren und den Harnapparat ausgeschieden werden. Die Leber kümmert sich um die Ausscheidung der fettlöslichen und die Niere um alle wasserlöslichen Substanzen. Die Nieren erfüllen mehrfache Aufgaben zugleich; sie sind Filter, Messstation und Regulator für den Salz- und Säuregehalt, den Blutdruck und einige Hormone. Sie wird täglich mit ca. 1500 Litern Blut durchspült. Dabei sind Nieren und Blase äußert empfindliche Organe. Da sich zerstörtes Nierengewebe nicht wieder regenerieren lässt, bedarf  sie daher unserer besonderen Aufmerksamkeit und Fürsorge.

 

Blase und Nieren reagieren stark auf Stress (Reizblase) und Emotionen. „Das geht mir an die Nieren“ ist ein bekanntes Sprichwort, das darauf hinweist, dass wenn etwas mit unseren Beziehungen im Argen liegt, wir mit den Nieren reagieren. Eines der wichtigsten Elemente für die Gesunderhaltung der Nieren ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 30 bis 40 ml pro kg Körpergewicht. Also ca. 2 Liter bei einer 60 kg schweren Person. Sollte es doch mal zu Beschwerden kommen, gibt es unter den Heilpflanzen zahlreiche sogenannte Urologika.   

 

Für die Durchspülungstherapie eignen sich  Pflanzen mit einer wassertreibenden Wirkung, wie Löwenzahn, Brennnesselkraut, Goldrutenkraut, Ackerschachtelhalm, Schafgarbenkraut, Hauhechelwurzel, Queckenwurzel, Birkenblätter und Orthosiphonblätter.                                                                                              

Bei Harnwegsentzündungen nutzen wir Pflanzen, die eine desinfizierende und antibiotische Wirkung über die sogenannten Senfölglykoside haben, wie Kapuzinerkresse, Brunnenkresse, Meerrettich, schwarzer Senf und Schwarzrettich.                                                        
Ein besonderer Wirkstoff in der Therapie von Blasenerkrankungen ist Arbutin. Enthalten ist er in Bärentraubenblätter, Preiselbeeren und Cranberries.                                                                     

Zur Unterstützung von funktionellen Beschwerden eignen sich Brennnesselwurzel, Goldrutenkraut Kürbiskerne und Zwergpalmenfrüchte.

 

Blasen- und Nierentee:
Birkenblätter 15g                    
Ackerschachtelhalmkraut 20g                       
Goldrutenkraut 15g                                     
Hauhechelwurzel 15g                             
Bärentraubenblätter 25g

 

Tee gegen Reizblasenbeschwerden:
Johanniskraut 15g                              
Melissenblätter 20g                                               
Goldrutenkraut 30g                         
Löwenzahnwurzel 20g                               
Hopfenzapfen 20g

                                                                                                                                                                  Zur Zur Anwendung empfiehlt es sich, drei Tassen täglich ungesüßt vor dem Essen mit einen Esslöffel pro Tasse (150 ml) zu überbrühen und 10 Minuten ziehen zu lassen. Der Blasen- und Nierentee kann 6-8 Tage getrunken werden. Der Tee für die gereizte Blase kann kurmäßig über einen Zeitraum von 3-4 Wochen getrunken werden.

Bei Unsicherheiten, unklaren und langanhaltenden Beschwerden und zur Sicherung von Diagnosen suchen Sie bitte eine/n Mediziner/in oder Heilpraktiker/in auf!    

Miriam Großhennig 
Stephanie Hustan

 

Foto: Ackerschachtelhalm, © pixabay.com

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