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Die Bauchmassage – hochwirksam und Wellness pur

Eine sanfte Bauchmassage wirkt sehr vielfältig: Sie verbessert die Durchblutung der inneren Organe und hat eine regulierende Wirkung auf die Spannung der Bauchmuskulatur. Durch die verbesserte Durchblutung können Gift- und Abfallstoffe aus

den Organen und den einzelnen Zellen besser abtransportiert werden und die Organe werden vermehrt mit Sauerstoff versorgt.

Auf die Spannung der Muskulatur (vordergründig Bauch, darüber hinaus auch weitere Muskelgruppen bis hin zum Schultergürtel, den Rücken und das Becken) wirkt die Massage regulierend, was sich durch ein gesteigertes Wohlempfinden im gesamten Körper bemerkbar machen kann.

 

Der Atemraum kann sich vergrößern und die Atembewegung kann freier in alle Richtungen fließen. Der Verarbeitung im Darm wird verbessert, so dass Nährstoffe besser aufgenommen werden können und Abfallstoffe und Gifte besser abtransportiert und ausgeschieden werden können.
 

Die Bauchmassage ist empfehlenswert bei emotionalen Belastungen und in Stresssituationen. Sie kann hilfreich sein bei Spannungs- / Völlegefühlen im Bauchraum, bei muskulären Verspannungen (fühlt sich der Bauch wohl, kann sich auch die Muskulatur im Körper entspannen), bei Niedergeschlagenheit oder Gereiztheit, bei Verstopfungen, Blähungen, bei einem unruhigen Darm/ Bauch, bei unregelmäßiger Verdauung, Kiefergelenksspannungen oder auch bei Hämorrhoiden. Bei akuten Beschwerden im Unterleib suchen Sie bitte Ihren Arzt auf um die Ursache hierfür abzuklären. Bei chronischen Unterleibsbeschwerden sprechen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt ab. Hier kann die Bauchmassage aber häufig eine Erleichterung der Beschwerden bringen.

 

Setzen oder legen Sie sich dazu bequem hin. Wenn Sie liegen, schauen Sie bitte, ob Sie sich die Knie leicht unterlagern möchten, um die Bauchdecke zu entspannen. Sie können für die Darmmassage gut das Kümmel-Bauchmassageöl (empfohlen von Stephanie Hustan) aus dem Heilpflanzenteil dieses Kapitels verwenden. Achten Sie darauf, dass Ihre Hände angenehm warm sind, damit der Bauch nicht erschreckt, wenn Sie ihn berühren. Sie können auch gut das Öl in Ihren Händen

erwärmen, bevor Sie mit der Massage beginnen.

 

Nun fangen Sie zuerst an, Kontakt mit Ihrem Bauch aufzunehmen. Legen Sie Ihre Handflächen flach auf Ihren Bauch, seitlich des Bauchnabels. Wie fühlt sich die Berührung der Hände mit dem Bauch für Sie an? Und wie fühlt sich die Bauchdecke unter Ihren Fingern an? Ist die Bauchdecke weich und geschmeidig, oder ist sie fest und undurchdringlich? Konzentrieren Sie sich auf das Spüren, was erzählt Ihnen die Berührung zwischen Fingern, Handflächen und Bauchdecke? Ist es angenehm?

 

Nun beginnen Sie sanft in im Uhrzeigersinn kreisenden Bewegungen über Ihre Bauchdecke zu streichen. Der Kontakt soll einen leichten Druck haben und gleichzeitig angenehm. Das heißt der Kontakt ist deutlich unter den Händflächen, aber nicht so stark, dass sich die Bauchdecke aus einem Schutzreflex heraus anspannt. Streichen Sie in einem ruhigen gleichmäßigen Tempo über Ihre Bauchdecke. Wie fühlt es sich an, wenn Sie so Ihren Bauch massieren? Was passiert während dem Streichen über Ihren Bauch? Spüren Sie eine leichte Entspannung Ihrer Bauchdecke? Oder wird die Bauchdecke vielleicht etwas wärmer unter Ihren Händen? Fängt der Bauch vielleicht an, unter Ihren Händen lebendig zu werden (Geräusche/ Bewegungen im Darmbereich)?

 

Führen Sie diese Massage solange durch, wie es für Sie angenehm und entspannend ist. Die Empfehlung liegt bei 10 - 15 Minuten. Das Schöne daran ist, dass sie es fast überall und jederzeit machen können.
 

Miriam Großhennig

 

Foto: © pixabay.com

Petra Foidl

Remise/Werkstatt für Clownforschung

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